有关德国概况知识的情景会话

 

10 社会保险

1) Ursprung des Krankenversicherungswesens

( L: Li , ein chinesischer Student ; B: Burkhard, Li's Mitbewohner im Studentenheim )
(Beim Tee unterhalten sich Li und Burkhard im Aufentkaltsraum)

L: Weisst du was, Burkhard? Ich bin schon so lange hier , hatte aber noch nie was mit Ärzten oder Krankenhäusern zu tun?

B: Wieso? Tut dir das etwa leid? Das ist doch sehr erfreulich . Oder willst du vielleicht krank werden?

L: Das nun allerdings auch nicht ?Aber ich glaube , dass ich nur so euer Krankenversicherungssystem einmal richtig kennenlernen könnte.

B: Ach, du liebe Zeit . Dazu braucht man doch nicht ins Krankenhaus zu gehen . Fast die ganze Bevölkerung der BRD gehört irgendeiner Krankenversicherung an.

L: Ja ?Soll ich dir noch etwas nachgiessen? (Li schenkt nach) Hier und da habe ich schon etwas darüber gelesen . Zum Beispiel, dass die gesetzliche Krankenversicherung auf Bismark zurückgeht.

B: Ja. Es ist schon 100 Jahre her. Wir haben zwei Versicherungsarten,gesetzlich und private; fast die ganze Bevölkerung ist entweder bei der einen oder bei der anderen versichert.

2) Gesetzliche und private Krankenversicherung (1)

L: Wie unterscheiden sich die beiden Versicherungen voneinander?

B: In den Details kenne ich mich nicht so genau aus .

L: Schon gut . Es muss nicht so detailliert sein.

B: Ich weiß nur , dass es eine Versicherungspflichtgrenze gibt .Alle, deren Einkommen darunter liegen, werden gesetzlich versichert. Wer mehr verdient , muss sich privat versichern lassen.

L: Siehst du , ich bin schon ein bisschen verwirrt . Leute wie ich , die wenig Ahnung von euren Verhältnissen haben, können nicht so abstrakt denken.

B: Entschuldigung . Tut mir leid , Li. Meine Schuld. Ich will dir ein konkretes Beispiel geben. Die Grenze , die ich vorhin erwähnt habe, lag letztes Jahr bei DM 2775. Ein gewisser Herr X verdient monatlich 3600 Mark , dann ist er gesetzlich versichert. Habe ich mich klar ausgedrückt?

L: Oh ja. Das ist mir jetzt klar . Dann müsste die gesetzliche Versicherung eine größere Garantie und günstigere Bedingungen bieten. Ist das eigentlich der Unterschied?

B: Ja . Die Familienangehörigen der gesetzlich oder sagen wir auch sozial Versicherten sind beitragsfrei mitversichert ; bei den privat Versicherten ist das nicht der Fall.

L: Also , zwei völlig verschiedene Systeme . Nun , die nächste Frage: Wieviel muss man für die Sozialversicherung bezahlen ?

B: Man zahlt nicht , sondern das Geld wird direkt vom Lohn oder Gehalt einbehalten. Der ganze Versicherungsbeitrag macht 11% des Bruttoeinkommens aus . Davon zahlst du die Hälfte deine Firma . Du verdienst beispielsweise 2100 Mark im Monat , Auf dich entfallen dann 115.5Mark.

L: (rechnet auf einem Blatt Papier nach). Ja ,genau 5.5% meines Lohnes , Na ja , es hört sich fast schon so an als ob ich bei euch arbeiten würde.

B: Ist egal, nur ein Phantasiebeispiel ,um die Geschichte zu  vereinfachen .

L: Die beiden Versicherungsarten sind gleich teuer?

B: Hm . Nicht ganz gleich. Es kommt auf den Einzelfall an .

L: Egal, ob krank oder nicht , jeden Monat wird die Summe abgezogen , oder ?

B: Ganz recht . Man spricht deswegen auch von Solidargemeinschaft . Wer nicht krank wird , muss trotzdem seinen Beitrag zahlen , mit dem Geld wird dann den Kranken geholfen.

L: Das ist richtig so. Bei uns ist es ebenso . Wir sind vom Staat beitragsfrei versichert. Unsere Familienangehörigen sind mit einem kleinen Beitrag in der genossenschaftlichen Betreuung versichert.

B: Ihr müsst nichts bezahlen ? Das gibt es doch gar nicht.

L: Aber leider ist es noch nicht überall so.

3) Gesetzlliche und private Krankenversicherung(2)

B: Der Begriff "soziale Krankenversicherung" ist wie gesagt identisch mit dem der gesetzlichen Krankenversicherung . Was ich noch sagen wollte, ist , dass Sozialversicherte während ihrer Krankheit Krankengeld bekommen.

L: Ehrlich? Das ist ja toll. Heisst das etwa, dass ein Kranker sein volles Gehalt oder vollen Lohn bekommt , obwohl er nicht arbeitet ?

B: Ungefähr . Das Krankengeld ist so hoch wie der zuletzt gezahlte Lohn. Voraussetzung ist , nur die Mitgliedschaft in der Sozialversicherung hat diesen Vorteil.

L: Und was ist mit den Privatversicherten?

B: Für sie ist das alles anders. Da gibt es u.a.eine komplizierte Tarifgeschichte. Er geniesst nur Schutz für seine eigene Person.

L: Für den Sozialversicherten ist die ganze Familie mitgeschützt. Das ist natürlich von sehr großem Vorteil .

4) Wie sucht man einen Arzt auf ?

( Li klopft bei Burkhard an die Tür.)

L: Bist du noch auf ?

B: Ja , hereinspaziert , bitte! Verzeihung , hier herrscht ein Chaos , oder?

L: Du hast wohl eine Kolonialwarenhandlung aufgemacht?

B: Was führt dich zu mir ?

L: Morgen möchte ich zum Arzt gehen .

B: Was ist mit dir ?(Was fehlt dir ?)

L: Herzbeklemmung . Schon seit ein paar Tagen . Es wird Zeit , dass ich mich einmal gründlich untersuchen lasse . Ich möchte wissen , was es da für Formalitäten gibt.

B: Hast du dich angemeldet ?

L: Nein . Muss das sein ?

B: Natürlich ! Manche Ärzte haben viele Patienten . Die Vorangemeldeten werden vorgezogen . Übrigens , wo bist du denn eigentlich versichert?

L: Bei der Barmer. Man hat mir eine Menge Krankenscheine gegeben.

B: Die musste du bitte mitnehmen . Dann noch Bargeld . Die Apothekengebühr für jedes Medikament kostet eine Mark. Hör mal zu, ich würde dir vorschlagen , dass du dichsicherheitshalber morgen früh beim Arzt anmeldest ,telefonisch natürlich.

L: Danke, dass du mir das sagst . Siehst du , Fragen kostet nichts. Aber ich habe dich gestört.

B: Und wie ! Aber Scherz beiseite!Du brauchst wirklich nicht so höflich zu sein . Wir sind doch Freunde .

L: Gute Nacht!

5) Zum Arzt oder ins Krankenhaus

L: Bei euch sind die Begriff " zum Arzt " und "ins Krankenhaus" unterschiedlich ,nicht wahr ? Bei uns Ärzte eine private Praxis betreiben und unabhängig von einem Krankenhaus arbeiten .

B:Außerdem haben Ärzte ihre Stammpatienten. Bei leichten Unpässlichkeiten gehen die Leute zu ihrem Arzt und lassen sich beraten . Nur im Notfall wird man ins Krankenhaus überwiesen.

L: So so . Kein Wunder , warum sich meine Freundin so komisch aufführte, als ich sie fragte , ob sie schon im Krankenhaus war.

B: Wie hat sie reagiert?

L: Sie sagte :" Nein , um Gottes willen . Ich wollte nur zu meinem Arzt."

B: Aber warum gibt es denn diesen Unterschied bei euch nicht ?

L: Wir haben keine Privatpraxis . Ärzte arbeiten in einem Krankenhaus oder einer Klinik. Es ist mir noch etwas aufgefallen , auf manchem Schild steht " Für alle Kassen" und auf anderen steht überhaupt nichts . Ihr macht ja alles schön kompliziert.

B: Das stimmt . Darum müsst ihr gut aufpassen . Nicht alle Ärzte haben eine Kassenzulassung dürfen gesetzlich Versicherte behandeln , die anderen dürfen nur Privatypatienten nehmen .

6) Telefonische Anmeldung

( S: Sprechstundenhilfe; L: Li, ein chinesischer Student)

S: Praxis Dr. Heinz. Guten Morgen !

L: Hier Li. Guten Morgen ! Ich möchte gerne wissen , ob ich heute zu Herrn Dr. Heinz in die Sprechstunde kommen kann.

S: Könnten Sie gegen 4 Uhr nachmittags kommen ?

L: Ja , kann ich . Oder ginge es vielleicht etwas früher ?

S: Leider nicht . Es sind heute schon sehr viele Patienten angemeldet .

L: Also gut . Ich komme um 4 Uhr . Auf Wiedersehen .

7) Im Wartezimmer

L: Guten Tag . Ich möchte zu Herrn Dr. Heinz.

S: Guten Tag ! Sind Sie angemeldet ?

L: Ja, ich habe heute früh angerufen.

S: Wie war nochmals Ihr Name bitte ?

L: Li, Ming Li

S: Ja , richtig . Sind Sie gesetzlich oder privat versichert?

L: Ich weiss nicht . Ich bin Student und bei der Barmer versichert.

S: Gut . Dann sind Sie in einer Ersatzkasse . Nehmen Sie bitte einen Moment im Wartezimmer Platz.

L: Ja . Aber könnte ich nicht gleich dran kommen ?

S: Leider nicht . Es ist noch ein Patient vor Ihnen . Haben Sie bitte noch etwas Geduld. Hier sind Sachen zum Zeitvertreiben .(Sie zeigt auf ein paar Zeitschriften .)

L: Danke.

8) Beim Arzt

H: Herr Dr. Heinz
L: Li, sein Patient

S: Herr Li , bitte schön !

L: Guten Tag , Herr Dr. Heinz!

H: Guten Tag ! Na , wo fehlt's denn ?

L: Seit einiger Zeit habe ich Herzbeklemmungen.
 
H: Wann ist dieses Gefühl denn besonders stark?

L: Wann ? Das kann ich nicht genau sagen . Ich habe noch nicht so richtig darauf geachtet. Jedenfalls geht's mir morgens besser als nachmittags.

H: So . Dann wollen wir Ihnen mal den Puls befühlen. Hm. Machen Sie sich bitte den Oberkörper frei!

L: Ist es etwas Ernsthaftes , Herr Doktor?

H: Na ja. Mal sehen . Wir lassen wohl zuerst einmal ein EKG machen . Gehen Sie bitte mit diesem Zettel ins Zimmer 12. An der Tür steht das Schild "EKG". Mit dem Ergebnis kommen Sie dann wieder zu mir zurück .

L: Danke

9) Sich eine neue Brille machen lassen (1)

(L: Li ,ein chinesischer Student ;V: Verkäufer im Brillengeschäft)
(Li möchte sich eine neue Brille machen lassen . Er geht in ein Brillengeschäft)

L: Guten Tag !

V: Guten Tag! Bitte schön?(Kann ich Ihnen helfen?)

L: Ich möchte mir eine neue Brille machen lassen . Geht das bei Ihnen ?
 
V: Ja , sicher . Ich darf vielleicht fragen , wo Sie versichert sind ?

L: Bei der Barmer. Hier , der Krankenschein.

V: Wir bedienen Sie gern. Aber Sie müssten vorher noch zur Barmer gehen , um eine Überweisung zu holen.Unser Geschäft arbeitet nicht direkt mit ihr zusammen . Tut mir leid.

L: Ach so . Das dürfte wohl ganz schön kompliziert sein.(Li zögert)

V: Die Barmer ist gleich um die Ecke . In 5 Minuten könnten Sie wieder bei mir sein . Es ist gar nicht so kompliziert . Schauen Sie , was wir für eine große Auswahl haben .

L: Gut .Bis dann.

10) Sich eine neue Brille machen lassen (2)

V: Möchten Sie vielleicht zuerst eine Fassung aussuchen ? Für die hier brauchen Sie nicht zu zahlen. Der Preis liegt unter der Grenze. Wenn Sie eine bessere haben wollen , dann eine hiervon. Für die müssten Sie etwas dazulegen.

L: Danke (probiert einige an) Diese gefällt mir (setzt sie auf ) Was sagen Sie dazu?

V: Die steht Ihnen wunderbar .
 
L: Hier hinten (zeigt auf seine Ohren hin ) drückt sie ein wenig . Könnten Sie es ein bißchen nachstellen ?

V: Mache ich. Geht's jetzt besser?

L: Danke . Sehr gut . Warum rutscht sie so leicht von der Nase runter?

V: Weil die Fassungen leider den langen Nasen angepasst sind und nicht Ihrer asiatischen (Lachen)/

L: Aber kleine Nasen dürfen auch Brillen tragen , oder ?(Lachen )

V: Lassen Sie mich mal machen ! Ist es so besser ?Kommen Sie dann bitte zur Augenuntersuchung !

L: Meine Brille hier hat 250 Grad. Nach unserer Skala . Könnten Sie bitte feststellen , wieviel das bei Ihnen ist ?

V: Mal sehen . Das linke Glas hat 2.5, das recht 2.75.

L: Danke . Habe ich Leseschwäche?

V: Nein, um Gottes willen . Schon in Ihrem Alter? Die haben nur Leute im mittleren Alter. In drei Tagen kommen Sie bitte die Brille abholen. Sie sprechen aber sehr gut Deutsch.

L: Ach wo . Aber ich lerne überall etwas dazu . Heute habe ich zum Beispiel bei Ihnen auch eine Menge gelernt. Vielen Dank . Schönen Tag noch!

V: Danke, gleichfalls. Auf Wiedersehen!

11) Krankenversicherung und nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft

(W: Wang , eine Chinesin ;G: Frau Gutmann, eine deutsche Freundin von Wang)

W: Kürzlich habe ich etwas über Ihre Krankenversicherung gelesen.

G: Tatsaechlich? Wie finden Sie sie?

W: Nicht schlecht . Dass der Versicherungsbeitrag 11% des Bruttogehaltes ausmacht, habe ich vorher nicht gewußt.

G: Gründsätzlich wird das schon stimmen. Um ganz ehrlich zu sein, ich habe es mir nie so genau ausgerechnet . Warten Sie mal, lassen Sie mich ganz kurz einmal rechnen. 11% von 2450, das sind 270 Mark. Die Hälfte davon wird von meinem Gehalt abgezogen. Das Ergebnis ist dann 135 Mark Stimmt.

W: Die andere Hälfte zahlt Ihre Firma.

G: Genau. Was halten Sie davon, Frau Wang?

W: Von der Krankenversicherung ?

G: Hm.

W: Eigentlich recht viel. Ich meine, sie ist eine soziale Einrichtung , die den Interessen der Bevölkerung dient. Finanziell günstig ist das sicher aber auch für die Krankenkassen . Sie würden so etwas sonst nicht machen .

G: Na klar. Es geht ums Geld Übrigens, es gibt dabei noch ein Problem.

W: Das wäre?

G: Dass die nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft und die Beziehung der Menschen untereinander mehr oder weniger darunter zu leiden haben.

W: Wie meinen Sie das?

G: Der Nachbar kümmert sich nicht mehr um den Kranken nebenan. Er sagt sich einfach:"Na ja . Der hat ja seine Versicherung, die dafür da ist ."
 
W: Glauben Sie , dass das an der Krankenversicherung liegt ? Ich glaube , es ist eher eine der Begleiterscheinungen Ihrer Komsumgesellschaft. Ich habe tatsächlich den Eindruck , dass es bei Ihnen manchenorts die zwischen menschlichen Beziehungen nicht gerade normal sind.

G: Das haben Sie gut erkannt , Frau Wang. Es ist nicht angenehm , daran zu denken, Meine Mutter ist über 80. Sie lebt allein in Hamburg. Ihre zwei Kinder , ich und mein Bruder leben weit von ihr entfernt. Ich habe oft Angst, dass sich keiner um sie kümmert, wenn ihr etwas zustösst.

W: Das tut mir leid. Aber können Sie sich denn nicht nach Hamburg versetzen lassen?

G: Na ja . Leicht gesagt, aber schwer getan.

12) Arbeitslosenversicherung (1)

( L:Li, ein chinesischer Student;D: ein Deutscher)\
(Li wartet in der Halle der Universität auf die nächste Vorlesung und kommt mit einem deutschen ins Gespräch.)

D: Guten Tag!

L: Guten Tag,Wartest du auch auf die nächste Vorlesung ?

D: Nein. Ich sitze bloss hier rum . Besuchst du eine Vorlesung ?

L: Ja , eine Vorlesung über deutsche Grammatik. Studierst du auch hier?

D: Nee. Ich bin arbeitslos.

L: Oh , Entschuldigung.

D: Halb so schlimm. Ich mache mir gerade Gedanken , wie ich heute auf dem Arbeitsamt meinem Fall besprechen soll.

L: Wie lange bist du schon arbeitslos?

D: Über vier Monate.

L: Bekommst du Arbeitslosengeld?

D: Ja Na und ?Dafür habe ich doch vorher jahrelang Beiträge bezahlt.

L: Eben . Das meine ich auch . Diese Beiträge muss jeder bezahlen ,oder?

D: Ja , jeder , der Mitglied der Versicherung ist 5.5% des Nettoeinkommens.

L: Was bekommst du jetzt , wenn ich fragen darf ?

D: 68% von meinem letzten Lohn , allerdings Netto. Wenn ich innerhalb von 312 Tagen immer noch keine Arbeit gefunden habe, bekomme ich nur noch 58%

L: Das ist die Arbeitslosenhilfe. Wenn die Arbeitslosigkeit über ein Jahr dauert?

D: Dann wäre ich Sozialhilfeempfänger.

L: Hm . Nett, dass du so offen zu mir bist . Dann entspricht die Behauptung also nicht den Tatsachen.

D: Welche ?

L: Dass man lieber arbeitslos ist , weil man dann frei und ungehunden ist .
 
D: Nein ,nein , um Gottes willen. Wie kommst du denn darauf? Das Schlimmste , das weiss ich aus eigener Erfahrung , ist , dass ich mich als Arbeitsloser total verunsichert fühle, es kommt noch dazu, dass ich Frau und Kinder zu unterhalten habe.

L: Reicht dein Arbeitslosengeld aus für die Familie?

D: Was heisst Ausreichen? Mein Lohn war von vornherein nierdrig : 1300Mark kann ich mich und meine Familie zwar ernähren , aber ist das denn ein menschenwürdiges Leben, ohne Vergnügung , ohne auch nur die geringste Lebensfreude?

L: Dafür habe ich volles Verständnis. Glaubst du , dass du heute Glück auf dem Arbeitsamt hast ?

D: Ich habe gehört , dass eine Firma einen neuen Lagerarbeiter braucht . Ich möchte mich darum bewerben.

L: Du , ich drücke dir den Daumen . Also, Toi, toi ,toi! Leider muss ich zur Vorlesung.

D: Schade, dass du gehen mußt. Ich hätte dich gerne zu einer Tasse Kaffee eingeladen .

L: Nett. Das ist meine Adresse und meine Telefonnummer. Komm doch ruhig mal vorbei, wenn du Zeit hast ! Tschues!

D: Tschüs!

13) Arbeitslosenversicherung (2)

L: Tag. Nett, dass wir uns wiedersehen.

D: Tag. Du bist mir recht symoathisch. Mit der kann ich gut reden.

L: Los , gehen wir zur Cafeteria! Heute habe ich keine Vorlesungen . Wie steht's mit deiner Arbeitssuche?

D: Die Stelle als Lagerarbeiter habe ich angenommen, obwohl sie mir nicht so sehr gefällt.

L: Sieht der Lohn schon fest?

D: Hm . Wie der vor meiner Arbeitslosigkeit . In einem Jahr wird der Tarif neu ausgehandelt

L: Ich gratuliere ( reicht ihm die Hand) Ich möchte dich einladen .

D: Danke.

L: Gehen wir aber zum Martinstor . Da ist ein kleines Café , das ruhig und gemütlich ist . T ja, Arbeitslosigkeit ist ein großes Problem . Bei der Mechanisierung und Automatisierung werden immer weniger Arbeitskräfte gebraucht .

D: Eben . Unsere Gesellschaft sieht nach außen hin blendend aus . Aber eigentlich hat sie , übertechnisiert und überkonsumierend wie sie ist . viele schwer zu lösende Probleme mit sich gebracht .

L: Da bin ich ganz deiner Meinung . Aber immerhin , welche Gesellschaft hat keine Probleme? Wie hoch wird wohl die Zahl der Arbeitslosen sein ?

D: Seit zwei Jahren liegt die Zahl bei einer Million . In der letzten Zeit soll sie gesunken sein , auf  900,000

L: Aber diese Ziffer enthält nicht die Zahl der Leute , die sich nicht beim Arbeitsamt gemeldet haben.

D: Wie dem auch sei. Papier ist gedultig (lachen ).

L: Wollen wir einen Kuchen bestellen .

D: Einen Apfelkuchen bitte .

L: Für mich ein Zwetschgendatschi bitte .
 
D: Du sprichst sogar bayerisch? Wunderbar ! Gibt es bei euch so Probleme wie Arbeitslosigkeit .

14) Gespräch mit einem Rentner

(W: Wang, ein Chinase;M: Herr Müller.)

W: Guten Abend, Herr Müller!

M: Guten Abend , Herr Wang .
 
W: Wie geht's Ihnen ? Sie sehen sehr gut aus .

M: Danke. Alles klar. Ich weiss mich zu beschäftigen.

W: Sind Sie pensioniert ?

M: Ja, seit zwei Jahren .

W: Man kann ja mit 65 aufhören , oder ?

M: Ja ,praktisch auch schon mit 63, wenn man will.

W: Wie wird denn die Rente berechnet?

M: Je nach  Dienstalter , Ich zum Beispiel habe über 30 Jahre gearbeitet und bekomme 75% von meinem ursprünglichen Gehalt . Und meine Krankenversicherung läuft weiter.

W: Das ist schön. Das haben Sie auch verdient . Sie haben in den 30 Dienstjahren doch eine ganze Menge Versicherungsbeiträge gezahlt.

M: Eben . Monatlich zahlt man einen bestimmten Prozent des Einkommens . An sich ist das nicht viel . Aber wenn man das auf die Dauer zahlt ,läppert sich schon etwas zusammen .

W: Das kann ich mir vorstellen . Die Rente soll vor kurzem erhöht worden sein.

M: Auch um die paar Prozent- Rentenerhöhung musste gekämpft werden.

W: Löhne und Gehälter sind entsprechend der Preiserhöhung angehoben worden .

M: Und die Rente muss miterhöht werden . Das liegt doch ganz klar auf der Hand. Das nennt sich den Inflationsausgleich. Vor lauter Reden habe ich vergessen , Sie zu bedienen. Was darf ich Ihnen anbieten , Wein oder Saft?

W: Oh, das macht nichts . Ein Glas Wein bitte . Es war hochinteressant ,was Sie gesagt haben.
1) 医疗保险事来的起源

(L:李,一个中国大学生;B:布尔克哈特,李的宿舍邻居)
(在起居室,李和布尔克哈特边喝茶,边聊天。)


L:你知道吗,布尔克哈特,我来这儿这么久了,可是还从来没有跟大夫或医院打过交道。

B:怎么?你觉得这很遗憾吗?这是很好的事呀。或许是你想生病了吗?


L:倒不是这个意思。我是说只有打打交道才能真正地了解您们的医疗保险制度。

 
B:哎,我的老天!想了解这方面的情况不一定非上医院不可。我们国家几乎人人都柏林参加了一种医疗保险。

L:是吗?我给你再续点茶吧?(倒茶)这方面的情况我倒是间或已经读到过一些。比方说,法定的医疗保险早在俾斯麦时代就建立了。

 
B:是的。已经有一百年的历史了。我们有两种保险形式,法定保险和私人保险;几乎全体公民都参加保险,或者是法定的,或者是私人的。


2) 法定医保和私人医保(1)

L:这两种医疗保险有什么区别?

B:细节我也不太了解。

L:这就很好了,用不着讲得太细。

B:我只知道有一个保险义务界限。所有的收入低于这个界限的人都参加法定保险,即义务保险,挣得多于这个界限的人参加私人保险。

 
L:你瞧,我已经有点糊涂了。象我这样对您们国家的情况了解很肤浅的人不善于这种抽象地思维。

B:请原谅,抱歉得很,李。这是我不好。我来举一个具体的例子。我刚才提到的那个界限去年是2775马克。某一位X先生每月挣3600马克,这就是说,他必须私人保险。另一位Y先生挣2500马克,而他就参加义务保险。我说清楚了吗?


L:哦,现在我清楚了。那就是说,义务保险想必能提供更多的保证,并创造更有利的条件。这就是两者之间的区别吧?


B:是的。参加义务保险或者说是社会保险的人的家属不用另外交费而随同一起得到保险。私人保险则不是这种情况


L:那么说,这是两种完全不一样的保险制度。好,下一个问题:社会保险金榜要缴纳多少?

B:不用缴纳,而是直接从工资或者薪金中扣除。整个保险金占总收入的11%。这11%中你只付一半,即5. 5%,另一半由你的公司支付。比方说,你一个月挣2100马克,摊到你头上就是115.5 马克的医疗保险费。

 
L:(在一张纸上计算)是的,没错。正是我工资的5. 5%。可不是,听起来,我简直象想在您们这儿工作似的。

B:没关系。这只是想出来的这么个比方,这的是把事情简化。

L:这两种保险的费用是否一样贵?

B:嗯,不完全一样,这要看具体情况了。

L:不管病还是没病,每月照例扣除这个数目,对吧?

B:对。所以人们说这是有团结互助性质的。不生病的人也得拿出保险税来,用这个钱去帮助生病的人治疗。

 
L:这是对的。我们国家也是这样。我们由国家给我们保险,不缴保险税。家属参加合作医疗,缴很少的保险税。


B:您们用不着缴保险税?竟有这种事?

L:遗憾的是这一点还没有十分普及。

3)法定医保和私人医保(2)

B:已经说过“社会医保”和法定医保这两个概念是一样的。我还想告白诉你一点,就是受社会医保的人在生病期间还有补贴。

 
L:真的吗?这太好了!是不是就是说,病人虽然没有上班,但是也能拿到全部薪金或工资?

B:差不多是这种情况。疾病补贴的钱数差不多等于生病以前了后支付的工资数。当然这只有参加社会医保的才享受。


L:那么参加私人医保的情况又是怎样?
 
B:他们的情况大不一样了。情况复杂,其中有一点就是私人医保有一个签定合同的过程。私人医保只对本人有效。
 
L:社会医保则对全家有效。社会医保的这一点当然是非常有利的。


4)怎样找医生看病?

(李敲布尔克哈特的门)

L:还没有睡吗?

B:没呢,进来吧!对不起,我这儿太乱,是吧?

L:你开了一个杂货铺吧?

B:你找我有什么事?

L:明天我想去看病。

B:你怎么啦?

L:胸闷。已经几天了。我想,我该找医生彻底检查一下了。我想知道看病有什么手续。


B:你预先挂了号了吗?

L:没有,得预先挂号吗?

B:当然 。有些大夫的病人特别多。预约了的病人总是可以先看。还有,你究竟在什么地方保险的?

L:在巴尔莫保险公司。人家给了我很多就医证。

B:这个你得带上。再带点现金。每拿一种药要付一马克的药房手续费。你听着,我想这样建议,为了保险起见,你明天一早在大夫那儿挂个号,当然电话挂号就可以了。

L:谢谢你告诉我这一情况。你看,勤问没有坏处。不过,我打扰你了。


B:可不是吗!得了,别开玩笑了。你用不着这么客气,我们已经是好朋友了


L:晚安!

5)看医生还是上医院

L:您们这儿“看医生”和“上医院“是完全不同的两个概念,是吗?这在我们那儿差不多是一回事。


B:区别在于,很多私人医生开业,完全独立于医院。另外,医生们都有他们的固定的病人。一般小病,病人便去找他们的私人医生。请医生出出主意就行了。只有在紧急的情况下才把病人转入医院。

L:是这样。怪不得当我问我的朋友是不是已经去了医院时,她觉得特别奇怪。


B:她怎么反映的?

L:她说:“我没上医院,我的老天爷(上帝保佑)我只想找找我的大夫。

B:可是为什么您们国家就没有这个区别呢?

L:因为我们没有私人开业。大夫总是在医院或者诊所工作。还有一点我注意到了。有些牌子上写着“凡参加医疗保险者均可就医“而有些牌子上什么都没有写。您们的事情真够复杂的。


B:是的。所以您们得留心。不是所有的大夫都可以接纳各种医保病人的医生才能诊治社会保险病号。其他的医生则只能接待私人保险的病号。


6)电话挂号

(S: 门诊护士;L:李,一个中国大学生)

S:海因茨博士诊所,您早!

L:我姓李,您早!我想知道我今天是不是可以到海因茨大夫这里来就诊。

 
S:您能不能下午四点钟左右来?

L: 行。或者再早一点行不行?

S:遗憾,太早了不行。今天已经有很多 病人挂号了。
 
L:那好吧,我四点来。再见。

7) 在候诊室

L:您好!我找海因茨大夫。

S:您好!您挂号过了没有?

L:挂过了。今天清早打过电话。

S:请问您贵姓?

L:李,李明。

S:对的。不错。您是法定保险或是私人保险?
 
L:我不知道。我是大学生,在巴尔莫保险的。

S:好的,那里就是职员级。请您在候诊室等一会儿。
 

L:是的。可是,我马上就能轮到吗?

S:抱歉,不能立刻轮到您,您前面还有一位病人。请您耐心一些!这儿(指几本杂志)这些东西可以消磨时间。

L: 谢谢。

8)在医生那里

H: 海因茨博士
L:李,海因茨的病人

S:李先生,请吧!

L:您好,海因茨博士!

H:您好!怎么!哪儿不舒服呵?

L:一段时间以来我总感到胸闷。

H:什么时候这种感觉历害?

L:什么时候?这我说不准。我没有特别注意。反正早上比下午强点。


H:嗯,让我们来试试您的脉搏。嗯,请您解开上衣!


L:严重吗,大夫?

H:怎么说呢,看看吧。我们是不是先做一个心电图看看。请您拿着这张条子到第12号房间。做完以后拿着结果再来找我。


L:谢谢。

9)配一付新眼镜 (1)

(L:李,一个中国大学生;V:眼镜店服务员)
(李想给自已配不付新眼镜,他走进一害眼镜店)

L:您好!

V:您好!请问?(我能帮助您吗)?

L:我想配一付眼镜,在您们这儿成吗?
 
V:成,当然成,我也许可以问一下,您的医疗保险在那儿?

L:在巴尔莫。这儿是医疗证。

V:我们很愿意接待您,不过您得先去一下巴尔莫取转账单。我们的店和巴尔莫没有直接联系。非常抱歉。


L:哦,是这样。可能这事相当复杂吧(李犹豫)。

V:巴尔莫就在拐角处。五分钟之内您就能来,一点儿也不复杂。请看我们这儿货色多少齐全。

 
L:好吧。一会儿见。

10) 配一付新眼鏡(2)

V:您是不是想先选一个眼镜框?这儿的这些框架您不用再付钱,价格在保险界限之内。您如果想要一个好一点的框,那么就请从这一些框里选一个,得再付一点钱。

L:谢谢。(试了几个)这一个我比较喜欢。(戴上)您看怎么样?

V:非常合适。

L: 这后头(指耳朵后头)有点紧。您能再调一下吗?


V:可以。现在好点了吧。

L: 谢谢,很好了。为什么这么容易从鼻子上滑下来?

V:很遗憾,镜框是接照欧州人的大鼻子做的,不是按照您的亚州式的(笑)。


L:不过,小鼻子也得允许戴眼镜呀,是吗?(笑)

V:请您让我来弄弄!这样好点了吗?请您来验光!


L:我这付眼镜是二百五十度,这是我们的尺度。请您测一下,按您们的单位这是多少度?

V:看看吧。左片2. 5, 右片2.75。

L:谢谢。我有散光吗?

V:没有,天哪,您这么年青就散光那还了得。中年人才散光呢。三天后请您来取眼镜。您德语讲得挺好呵。


L:哪里。不过我到处都可以学到新的东西。比方说今天在您这里我又学到了不少。多谢。祝您一天好!

V:谢谢,也祝您一天愉快,再见!

11)医疗保险和邻里互助

(W:王,一个中国女士;G:古特曼夫人,王的德国朋友)

W:前不久我读了一点关于您们国家医疗保险的材料。

G:真的,您觉得惊奇怎么样?

W:不错。我以前不知道您们的医疗保险税是总收入的11%。


G:原则上是这个数。说句老实话,我从来就没有精确地计算过。等一等,让我快算一下。2450马克中的11%,这是270马克。从我的薪水中扣掉一半,得薄能135马克。对,正好。


W:另一半由您的公司付。

G:对。您怎么看我们这个东西的,王夫人?
 
W:您说的是医疗保险吗?

G:嗯 。
 
W:这个我看挺好。我是说,这是对人民有好上的一项社会福利事业。当然,对保险公司来讲,经济上肯定也是有利的。否则他们也不会搞的。

 
G:那倒是。这关系到钱的问题。另外 ,在这同时还有一个问题。

W:什么问题?

G:那就是原来地挺好的邻居间的互相帮助或者一般的人与人之间的关系多多少少受到影响。

W:这句怎么讲?

G: 邻居再也不关心他旁边的病人。因为他说:“唉,他有医疗保险,他们会对他负责的。“

W:您认为这是由于某种原因医疗保险而引起的吗?我想这一现象多半是您们消费社会的一个副产品。我确实有这样一个印象,就是您们国家有些地方的人与人之间的关系不是很正常。


G:王夫人,您看得很清楚。想起这些并不怎么愉快。我母亲已经八十多岁了。她的两个孩子我和我的弟弟都柏林离她这么远。我常常耽心,万一她有个三灾两难,连个人照应都柏林没有。


W: 太遗憾了。可是您难道不能调动到汉堡去吗?
 

G:是啊, 是啊。说起来容易做起来可就难了。

12) 失业者保险(1)

(L:李,一个中国大学生;D:一个德国人)
(李在大学的前厅里等着上下一节的大课,这时和一位德国人攀谈起来)


D:您好!

L:您好!您也等    着上大课?

D:不,我就在这儿随便坐坐,您听大课?

L:嗯 ,一堂德语语法课。您也在这儿上大学吗?

D:不,我失业了。

L:哦,对不起。

D:没事儿。我正在捉摸我今天到劳动局怎么谈我的问题。


L:您失业多长时间了?

D:四个多月了。

L:您也有失业金吗?
 
D:有,可又怎么样?为了这个钱我缴了多少年的失业保险税的。

L:说的就是。我也是这么认为的。失业保险金人人都得缴吧?

D:嗯,每一个人保险的成员缴净工资的5. 5%。

L:我可以问一下吗?您现在拿多少钱?

D:拿我失业之前工资的68%,当然指的是净工资。如果我在312天内还没有找到工作的话,那么我就只能拿到58%了。

L:这就叫失业补助费。那么如果失业一年以上呢?
 
D:那我就成为吃社会救济的人了。

L:嗯 。我很喜欢您的坦率。这么说,有一种说法与事实不相符合了。


D:哪一种说法?

L:人们宁愿失业,因为失业更自由,不受任何拘束。

D:不,不。我的天,您怎么会这么想的?我亲身体会到,糟糕的就是我做为失业者感到生活十分没有保障。尤其是我又有老婆孩子要养活。



L:您的失业金够您们一家用的吗?

D:什么叫够?我的工资压根儿就很低,净收入每个月才1300马克。虽然够我和一家人活命的。但是生活里没有娱乐,没有一丝一毫的生活乐趣,这难道是人过的生活吗?
 

L:我完全理解您的处境。您觉得您今个儿出劳动局会碰上好运气吗?

 
D:我听说有一家公司招一名新的仓库工。我想争取一下试试。


L:那我祝您成功。一切顺利。遗憾的是我现在得去上课了。


D:您这就得走,多可惜。我本来想请您喝杯咖啡的。


L:谢谢您的好意。这是我的地址和电话,有空您就来好了。


D:回见!

13) 失业者保险(2)

L:您好!咱们又见面了,真好!

D:您好!我觉得您挺好,和您挺能谈得来。
 
L:走,咱们喝杯咖啡去!今天我没有大课。您的工作找得怎样了?

 
D:那个仓库的岗位我接受了,虽然 我并不十分满意。


L:工资也已经谈妥了吗? 

D:嗯,和我失业前的工资一个样。一年之后重新谈判订合同。


L:祝贺您(与德国人握手)。我请客。

D:谢谢。

L:我们还是去马丁城门那块儿吧。那儿有一家小咖啡店,既安静又舒适。可不是吗,失业是个大问题。由于机械化和自动化的发展,需要的劳动力越来越少。


 
D:就是这样,我们的社会从外表上看颇不使人眼花缭乱,而实际上这样一个技术过于发达、消费过于发达的社会,本身就带来许多难以解决的问题。

 
L:我完全同意您的看法。不过话又说回来了,又有哪一个社会是没有问题的呢?您们的失业者大约有多少人?

D:两年来一直在一百万人上下。据说,最近有所下降,降到九十万了。

 
L:不过这个数目不包括那些没有在劳动局登记的人在内。
 

D:不管怎样说,报纸上说的不全是真的。(笑)
 
L:我们要一个点心吧?

D:我要一个苹果点心 。
 
L:我要一个李子并。

D:您还会讲巴伐利亚方言,真神!您们国家也有类似失业问题吗?


14)和一个退休者的谈话

(W:王,一个中国人;M:米勒先生)
 
W:晚上好,米勒先生!

M:晚上 好,王先生!

W:您身体好吗?您看起来脸色很好。
 
M:谢谢。一切正常,我闲不住。

W:您退休了吗?

M:是的,已经两年了。

W:是不是六十五岁就可以不干了?

M:理论上是这样。不过只要愿意,六十三岁就可以退休。
 
W:退休金怎么算法?
 
M:按照工龄的长短。比方我工作了三十多年,我就领取我原薪金的75%。而且医疗保险继续生效。


W:这挺好的。您也配得上享受这一待遇。您在三十年的工作期间交付了多少退休保险税呀。

M:谁说不是。每一个月交付收入的一定百分数。其实这并不算多,但是长期这样付下去,加起来可就多了。


W:这我可以想象得到,据说最近养老金提高了。

M:这百分之几的增长率也得通过斗争才能得到。

W:工资本和薪金根据物价上涨的情况相应地提高了。
 
M:退休金也应该一起提高,这是了如指掌的事情。这叫做通货膨胀的差额平衡。光顾说话,都忘记招待您了。您想喝点什么,葡萄酒还是果子汁?


W:哦,没关系。一杯葡萄酒吧。您讲的情况十分有趣。
 
 

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