有关德国概况知识的情景会话

 

11 大学生活(1)

1) Wie man sein Studium beginnt (1)

(L: Li ,ein chinesischer Student; W:Wang, Li's Landmann)
( Wang hat an einer deutschen Universität ein Jahr studiert . Er unterhält sich mit seinem Freund Li , der neu angekommen ist , über das Leben in der Uni.)

L: Du ,hör mal , du bist schon fast ein Jahr hier. Erzähl mir etwas über das Studentenleben . Ich habe so gut wie keine Ahnung davon.

W: Darüber kann man viel reden. Aber ich kenne mich selbst noch nicht so gut aus.

L: Hör bitte auf und spiele nicht den Bescheidenen Schiess endlich los ! Zeit haben wir mehr als genug . Komm, wir trinken einen Tee. Was hat dich denn am meisten beeindruckt ?

W: Dass deutsche Studenten selbständig arbeiten können .Jeder muss in der Regel zwei Fächer studieren:ein Hauptfach und ein Nebenfach. Die Entscheidung trifft man selbst . Es gibt Vorlesungen , Seminare und Kollegs. Auch hier trifft man die Auswahl ganz allein ,keiner hilft einem dabei.Man muss darauf achten , dass man in den Vorlesungen und Seminaren genügend Scheine für seine Prüfung zusammenbekommt .

L: Furchtbar kompliziert . Das heisst also, dass man nur dann in die nächste Studienstufe kommt , wenn man eine Zwischenprüfung bestanden hat, oder ? Ich finde das auch richtig so. Irgend ein Prüfungssystem muss es schon geben . Von großer Bedeutung ist dabei doch sicher auch, dass die gewählten Fächer den eigenen Interessen und Fähigkeiten entsprechen. Habe ich recht?

W: Ja ,Ja, vollkommen. Auch hierin liegt der Witz der Sache. Viele haben ihr Fach nach einem oder sogar mehreren Semestern wechseln müssen , nur weil ihre erste Entscheidung falsch war . Ich kenne eine Studentin , die hat ein ganzes Jahr Englisch studiert ; danach musste sie leider feststellen , dass sie nicht sprachbegabt ist , und nicht viel daraus werden konnte . Jetzt macht sie Geschichte . Die Zeit war so gut wie umsonst . Ihre Lernmotivation und Ihr Selbstvertrauen haben natürlich auch darunter gelitten.

L: Es ist natürlich wichtig , dass man seine Stärken kennt . Man sollte gelernt haben, sich richtig einzuschätzen.

2) Wie man sein Studium beginnt (2)

W: Eine Anwesenheitspflicht bei Vorlesungen gibt es auch nicht . Du kannst jede Vorlesung schwänzen, wie es dir gerade gefällt . Es scheint manchmal so , als ob sich keiner um die Studienordnung kümmerte. Aber wenn du Erfolg haben willst . musst du ganz schön aufpassen, das gilt vor allem  Bekanntmachungen, die entweder anden Türen der Hörsäle oder in der großen Halle angeklebt sind . Verstehst du , was ich meine?

L: Ein bisschen verwirrend. Bekanntmachungen über was?

W: Darüber , wann , wessen Vorlesung stattfindet, wann und wo ein Tutorenkurs bei wem ist und wann und wo eine Klausur geschrieben wird .Es gibt Leute, die nicht darauf achten , weil sie ihr Studium auf die leichte Schulter nehmen . Die müssen unter Umständen dann ein Semester wiederholen, weil sie einfach nicht genug Scheine zusammenbekommen haben.

L: Hälst du dies für einen Vorteil oder Nachteil?

W: Wohl beides .Es gefällt mir , dass man die Studenten nicht an der Hand führt (gängelt ) und dass sie selbständig arbeiten können. Andererseits führt es sichermanchmal zu Ratlosigkeit , Entmutigung oder Enttäuschung. Man lebt aneinander vorbei . Hat man Probleme, kann man sich nirgendswo beraten lassen . So sollte es aber nicht sein . Aber ich bin vom Thema abgekommen.

L: Du machst mich nachdenklich. Ich werde das wohl alles noch am eigenen leib erfahren . Zurechtfinden muss sich ja jeder selbst in der Fremde.

W: Sicher . Anders geht es nicht .Aber ein paar Kommilitonen schon vor Semesterbeginn kennenzulernen, wird dir helfen. Sonst findet man noch nicht einmal , die richtigen Hörsäle! In der ersten Woche bin ich nur so von einem Hörsaal zum anderen gerannt. Es war ganz witzig . Einmal habe ich zusammen mit zwei englichen Studenten unseren Seminarraum gesucht und gesucht. Als wir ihn endlich gefunden hatten . war der Unterricht schon fast aus (Lachen).

L: Oh Gott ! Ihr Ärmsten !

3) Tips fürs Einstudieren in der Uni (1)

L: Die Umstellung wird mir sicher schon zu schaffen machen.

W: Aber noch mehr wohl die Sprachschwierigkeiten.

L: Mach mir keine Angst . Ich habe jetzt schon genug komplexe.

W: Ich will dir keine Angst machen . Aber stell dir nur vor , dein Professor liest da vorne am Pult aus seiem Manuskript vor , geschlafene zwei Stunden lang ohne aufzublicken , ohne eine Pause zu machen . Die Zuhörer lesen dabei oft noch Nachschlagewerke mit . Ich für meinen Teil kann da beim besten Willen nicht alles mitbekommen . Es ist ein Jammer ,über wieviel wichtige Dinge ich schon hinweggehört habe.

L: Oh je . Dabei ist dein Deutsch viel besser als das von mir .

W: Quatsch. Es wird bei dir schon besser klappen, du hast doch ein besseres Hörverständnis. Noch etwas , was einem Kopfschmerzen machen kann , ist das Aufstöbern von Büchern in der Seminarbibiothek.

L: Wieso?

W: Du lieber Himmel. Ich habe einmal einen ganzen Nachmittag verwendet, nur um ein bestimmtes Buch zu finden . Als ich schliesslich mit Mühe und Not das richtige Regal gefunden hatte, war das Buch weg. Du musst unbedingt vorher an einer Bibiltheksführung teilnehmen ,damit du eine Vorstellung von dem Ordnungssystem bekommst . Man wird immer erst durch Schaden klug.

L: Danke für die Tips.

4) Tips fürs Einstudieren in der Uni (2)

L: Studieren die Studenten eigentlich fleissig? Ich meine , sie wohnen doch so verstreut , mal privat ,mal in Studentenheimen, ohne sehr viel Kontakt miteinander zuhaben. Jeder kann doch eigentlich machen , was er will.

W: Da hast du recht . Es ist durchaus möglich , dass man einfach nur so in den Tag hineinlebt , sich seinen Vergnügungen überlässt , oder auch nur seine Zeit vergeudet ,ohne dass Sinnvolles dabei rauskommt . Ich kenne Studenten , die 8,9 Jahre studiert haben und immer noch kein Staatsexamen haben.

L: Wieso ?Stipendium kriegt man doch nur 5 Jahre.

W: Eben . Na ja , das sind schliesslich Ausnahmen. Bei mir auf dem Stockwerk ist die Atmophäre recht gut . Die Leute sind wirklich bei der Sache. In der Pause trifft man sich im Aufenthaltsraum und unterhält sich über dies und das . Ab und zu geht man aus , macht einen Ausflug zur Entspannung . Ich war einmal zum Skilaufen eingeladen . Alle waren nett zu mir und ich habe mich unter ihnen sehr wohl gefühlt .

L: Das muss wirklich sehr schön gewesen sein . Kein Wunder, dass du nicht nur in deinem Studium, sondern auch in Deutsch so große Fortschritte gemacht hast .

5) Die erste Vorlesung

(L: Li ,ein chinesischer Student; E: Eckard, ein Mitstudent von Li)
(Li wartet in der Halle auf die erste Vorlesung und kommt mit Eckard ins Gespräch)

L: Das ist für mich die erste Vorlesung in Deutschland überhaupt .

E: Aufgeregt? Brauchst du aber wirklich nicht zu sein.

L: Ich bin wirklich gespannt .

E: Bis zum Beginn haben wir noch ein paar Minuten , Komm, ich zeige dir was. (Die beiden gehen zu einer großen Tafel.)

L: Hier sind Mitteilungen und Bekanntmachungen und so weiter. Hier ,schau mal her , was heißt die Abkürzung "MFG"?

E: Ah ja, das heisst Mitfahrgelegenheit . Also: Ich habe ein Auto. Für eine Fahrt suche ich einen , der keins hat, aber gerne mitfahren möchte. Dann können wir beide die Benzinkosten teilen . Das ist dann für beide rentabel.

L: Sehr praktisch. Hier auf dem Zettelchen steht wohin der Autobesitzer fährt und die genaue Abfahrzeit .

E: Und die genaue Anschrift und Telefonnummer.

L: (spricht vor sich hin ) Suche nach einer MFG. Hier bietet jemand eine MFG an . Jemand, der kein Auto hat , sucht nach einer MFG. Jemand , der einen Wagen hat , bietet eine MFG an. Sehr interessant .

E: Hier sind Verkaufsanzeigen. Der hier will seinen Fernseher verkaufen . Hier ist eine Verkaufsanzeige für einen Gebrauchtwagen. Setz dich doch mal mit ihnen in Verbindung . Wenn du Glück hast , kannst du ganz tolle Sachen zu niedrigen Preisen bekommen.

L: Danke dir , Eckard Da. der Professor kommt . Schnell , beeilen wir uns !

6) Gespräch mit Beate (1)

( W: Wang , eine chinesische Studentin ; B: Beate, Mitbewohnerin von Wang .)
( Gegen 5 Uhr nachmittags holt Wang Beate zum Telefon. Sie kommt im Schlafrock aus dem Zimmer . Nach dem Telefongespräch spricht Wang Beate an.)

W: Ich hoffe , ich habe dich nicht geweckt.

B: Danke Wang . Ich hätte sowieso aufstehen müssen.

W: Hast du dich nicht wohl gefühlt ?

B: Doch doch . Ich hatte nur Nachtschicht .

W: Ach so . Du hast einen Job. Wo denn?

B: In einer Klinik. Ich bin Medizin-Studentin, das weisst du ja . Und die Stelle in der Klinik habe ich vor kurzem gekriegt . Einmal in der Woche mache ich Nachtdienst , 11 Stunden in der Inneren.

W: Sehr schön . Da kannst du dir ja etwas verdienen . Und der Job bringt dich doch im Studium weiter , oder ?

B: Ach was . So praxisbezogen ist das nun auch nicht . Hauptsache ist , dass ich mir etwas Taschengeld verdienen kann. Nur mit Bafög allein ist man doch zu knapp bei Kasse.

W: Hat jeder Student einen Job?

B: Nein , es kommt darauf an , ob man Lust hat oder ob man es nötig hat . Viele brauchen keinen Job, weil sie genug Geld haben. Es gibt Leute , die nur in den Ferien jobben. Was ich jetzt habe, das ist fest . Ich habe einen Vertrag für ein Jahr geschlossen.

W: Wie ist es mit der Bezahlung ?

B: 7 Mark die Stunde .

W: Das heisst jedes Mal kriegst du knapp 80 Mark . Und davon brauchst du keine Steuer zu zahlen .

B: Genau. Das ist der Vorteil .

W: Das ist ja wunderbar . Aber du versäumst dann die Vorlesung am Tag danach ?

B: Dienstag vormittag habe ich keine Vorlesung . Aber jetzt muss ich mich beeilen : Um 6 Uhr beginnt die Vorlesung . die Vorlesung verschlafen.

W: Du solltest dir einen Wecker anschaffen . Beate.

B: Ich habe einen, Aber ich habe vergessen ,ihn aufzuziehen .

W: Ist es eigentlich schwer , einen Job zu finden?

B: Nein . Wenn man will , kann man jederzeit jobben gehen , als Aushilfe in einem Restaurant , Hotel oder Café oder bei einer Spedition. Es gibt viele Möglichkeiten . Allerdings muss man sich vorher bei der Job-Vermittlung bewerben.

W: Gestern habe ich aus meinem Brieffach eine Anzeige bekommen . Man sucht zwei Aushilfskräfte für die Caféteria der Uni.

B: Die Plätze sind schon vergeben, so viel ich weiss.

W: Viel Spass bei der Vorlesung . Tschüs. Beate.

7) Gespräch mit Beate(2)

(Wang unterhaelt sich beim Kochen mit Beate über ihr Medizin-Studium und über ärztliche Berufe.)

W: Weisst du, wie ich euch finde?

B: Nein , wie denn?

W: Einfach bewunderungswert .

B: Warum gerade uns ?

W: Ihr habt den harten"Nukerus clausus" überstehen können. Ihr gehört wirklich zu den Auserwählten.

B: Ach was. Du darfst nicht so viel vom Abitur halten; das täuscht manchmal. Ausserdem muss man warten, auch wenn man gute Noten bekommen hat. Bei mir war's ein Jahr , bis ich dran war.

W: Weil die Zahl der Studienbewerber viel größer ist als die Studienplätze. Aber wie auch immer, ich sehe in einem Arzt etwas Besonders; er hilft Menschen und rettet Menschenleben . Achtung !Dein Reis läuft über.

B: Danke. Warte mal, ich tue die Zutaten in den Reis rein (Butter, Salz, Rosinen , Erbsen u.a.). So , das wäre geschafft . Um auf unser Thema zurückzukommen , manche Leute nennen Ärzte"Halb- götter in Weiss". Ärzte verdienen bei uns eine ganze Menge, besonders die Zahnärzte.

W: Was ist dein Spezialfach Beate?

B: Psychiatrie.

W: Etwas geheimnisvoll, das Fach, wenigstens für mich. Aber bei euch herrscht wohl eine große Nachfrage nach Psychiatern und Psychotheapetern

B: Bloss keine Eile! Ihr werdet das auch noch erleben,früher oder später.

W: Glaubst du?

B: Du , dein Wasser kocht !

W: Danke. Und dein Reis ist angebrannt .Dreh schnell ab. Riechst du denn nicht?

B: Ja doch. So was .

W: Das ist eure technische Perfektion. Man hetzt sich mit unglaublicher Geschwindigkeit durch alles hindurch.(lachen)

8) Gespräch mit Beate(3)

W: Wie steht es mit deinem Studium?

B: So so la la . Jetzt bin ich gerade mit den Vorbereitungen für die Zwischenprüfung beschäftigt . Ich muss alles , was ich in den vergangenen 4 Semestern gelernt habe, wiederholen, also richtig pauken .

W: Kein Wunder, warum  du in den Semesterferien noch hier im Studentenheim wohnst. Wie sieht eigentlich euer Notensystem aus?

B: 300 Punkte sind die beste Leistung für alle zu prüfenden Fächer insgesamt . Mit 150 Punkten kann man die Prüfung bestehen.

W: Was passiert , wenn man weniger als 150 Punkten hat ?

B: Dann fällt man eben durch und muss in nächsten Semester die Prüfung wiederholen, leider.

W: Ziemlich streng.was? Können denn alle Studenten an der Zwischenprüfung teilnehmen ,egal ,ob sie etwas getan haben oder nicht ?

B: Nee, nee. Wang. So bequem sind wir deutschen Studenten nicht. Man muss vorher genügend Scheine gesammelt haben . Nur wer die hat, wird zur Zwischenprüfung zugelassen.

W: Dann mache ich dir noch ein Kompliment , Beate.

B: Aber wofür ?

W: Dass bei dir mit den Scheinen alles gut geklappt hat. Du musst eine ausgezeichnete Studentin sein.

B: Danke dir . Wer weiss? Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Aber ehrlich gesagt ,das Studium macht mir wirklich Spass. Halt! Ist das Salz ? Du hast doch schon mal Salz gestreut . oder ?

W: Ach wirklich ? Ja ,natürlich! Ich Idiot! Weisst du, was man zu einem Koch sagt ,der sein Gericht versalzen hat?

B: Dass er verliebt ist ?( Dass er verknallt ist )

W: Genau. Verliebt war ich zwar nicht , aber ganz bestimmt war ich vertieft in unser Gespräch.

9) Gespräch mit Beate(4)

W: Fällt dir das Medizin-Studium nicht schwer?

B: Bis auf ein paar Sachen , die mir zu theoretisch sind eigentlich nicht. Weisst du, ich gehe einmal in der Woche zu so einer Art Praktikum ins Krankenhaus. Das , was ich an Vorlesungen versäume, hole ich dann eben nach.

W: Das ist wunderbar . Man kann lernen , wie man Patienten pflegen soll.

B: Aber mein Job ist wirklich nicht leicht . Es gibt ganz furchtbare Krankheiten und die Symptome sind manchmal doch sehr eigenartig.

W: Das kann ich mir gut vorstellen. Ich bin aber überzeugt , dass du in ein paar Jahren hervorragende Psychiaterin sein wirst . Aber werde janur nicht hochnäsig , wenn wir uns wiedersehen Beate!

B: Wo denkst du hin ?Du machst wohl Spass.

W: Etwas Spass muss sein , oder !

B: So . Nun wollen wir mal schnell unser Tischchen decken ! Wie wär's, meine Dame?

W: Sich vor dem Essen etwas zu unterhalten , regt Appetit an und ist gut für die Verdauung .Habe ich recht, Frau Doktor?

10) Bafög und Job

(L: Li ,ein chinesischer Student; E: Eckard ,Li's Freund)

L: Eine simple Frage, Eckard.

E: Die wäre?

L: Wovon lebst du eigentlich?

E: Wovon ich lebe? Natürlich liege ich meinen Eltern nicht mehr auf der Tasche.

L: Na klar . Darauf bist du stolz. Ich meine , musst du dir dein Studium selber verdienen?

E: Zum Teil schon . Ich bekomme wie viele andere auch Bafög vom Staat.

L: Bafög? Was ist denn das für ein Ausdruck? Ist das eine Art Stipendium?

E: Ja , so ungefähr Bafög ist die Abkürzung von Bundesaus- bildungsförderungsgesetz. Ein schrecklich langes Wort , nicht wahr? Nach diesem Gesetz können Studierende vom Staat eine Unterstützung bekommen.

L: Bekommt es jeder? Oder gibt es gewisse Voraussetzungen?

E: Jede Menge! Man muss einen Antrag stellen und Formulart ausfüllen. Die finanzielle Lage der Eltern spielt eine große Rolle. Wenn sie viel verdienen , haben ihre Kinder dann keine Chance.

L: Und wieviel bekommst du?

E: 580 Mark / Monat, das ist der höchste Betrag.

L: Hinzu kommt noch dein Job .

E: Wenn ich regelmässig einmal in der Woche jobben gehe, habe ich monatlich 300 Mark zusätzlich.

L: Kommst du damit gut aus?

E: Ich kann nicht klagen. Mit dem Jobgeld habe ich schöne Urlaubsreisen gemacht und mir Bücher gekauft . Aber ich würde gerne noch mehr Geld verdienen , wenn es ginge.

L: Du bist schliesslich Student und solltest studieren.

E: Eben . Das ist der Haken der Sache . Jeder Pfennig muss hart erarbeitet werden.

L: Da hast du recht . Danke für deine Auskunft .

E: Das war gar keine simple Frage im Gegenteil , sie hat geholfen, dass wir uns besser verstehen.

11) Gespräch über Freundschaft und Liebe

( W: Wang, eine chinesische Studentin; U: Ulli, Wangs Freundin)
(Wang und Ulli haben sich angefreundet . Sie treffen sich in einem Aufenthaltsraum der Uni)

W: Du , sag mal , ist der junge Mann da,der so oft bei uns war, wohl dein Freund?

U: Ja. Er heisst Hans Peter. Wie findest du ihn?

W; Er ist mir ganz sympathisch . Ihr seid wohl verliebt?

U: Ich glaube schon. Wang. Wir haben Vertrauen zueinander und helfen uns gegenseitig. Weisst du was , er ist tatsächlich meine erste Liebe! Ich war noch nie in einen anderen verliebt.

W: Wirklich ? Weisst du, ich kenne Jugendliche, die mit 14\15 Jahren anfangen, sich zu verlieben . Wer weiss , wie oft sie das getan haben,bis sie endlich verheiratet sind.

U: Eben . Man muss auf den richtigen warten können. Es kann kein gutes Ende geben, wenn zwei Leute , die völlig verschiedene Charaktere haben , heiraten.

W: Ganz recht. Aber eins mochte ich noch sagen .Diese schrankenlose Freiheit ist mir zuwider. Verstehst du, was ich meine?

U: Ja , ja. Ich habe dich schon verstanden. Ich persönlich halte auch nicht viel davon. Ich bin der Meinung , dass jede Sache irgendwo ihre Grenze haben soll. Jede Art von Übertreibung ist schädlich. Aber vielleicht bin ich für meine Altersgruppe schon zu konservativ.

W: Das schätze ich ja gerade so an dir. Es geht wirklich nicht darum ,ob man konservativ ist . Ein gewisses Mass an Zurückhaltung gehört nun eben einmal zur menschlichen Zivilisation. Also um auf unserThema zurückzukommen . Studiert Hans Peter nicht hier?

U: Nein , in Karlsruhe.

W: Schade, dass ihr euch nicht jeden Tag sehen könnt. Ihr habt wohl manchmal Sehnsucht.

U: Ein bisschen schon . Aber man gewöhnt sich allmählich daran. Der Mensch ist überhaupt ein Gewohnheitstier. Übrigens , das hat auch seinen Vorteil. Jeder hat mehr Zeit für sich und kann sich besser auf sein Studium konzentrieren .

W: Du hast völlig recht . Darum bist du sicher auch ziemlich fleissig.

U: Dann können wir außerdem unser Wiedersehen so richtig feiern. Und wir wissen dann genau was wir aneinander haben und was uns gegenseitig bedeuten .

W: Kein Wunder, dass ihr euch so liebt bei eurer Ausgeglichenheit...

U: Was du nicht sagst ! In Wirklichkeit sind wir beide Dickköpfe. Bei Auseinandersetzungen gibt keiner nach (will keiner nachgeben).
Aber keiner trägt dem etwas nach Vorbei ist vorbei. Wie stehst du denn eigentlich zu diesen Dingen, Wang?

W: Ich bin der Meinung, dass man treu sein und seinen Partner nicht wie ein Hemd wechseln soll. Ich meine auch, dass man sich vor der Heirat etwas zurückhalten soll. Die Ehe soll von beiden Seiten wirklich ernst genommen werden.

U: Aber weisst du, Ehebrüche werden auch bei uns nicht gern gesehen . Nicht alle Leute sind so leichtsinnig .

W: Nein , Gott sei Dank!

12) Gespräch über die Ehe

W: Bei euch gibt es Leute, die lieben sich, leben zusammen, 10 Jahre oder noch länger wie ein Ehepaar, aber sie heiraten nicht, jedenfalls nicht gesetzlich.

U: Ja . Es ist schon fast Mode geworden. Weisst du warum ?

W: Weil man Angst hat , Kinder in die Welt zu setzen?

U: Hn, hn , nicht ganz so einfach. Unverheiratete bekommen auch Kinder und ziehen sie wie eheliche auf .

W: Weisst du eigentlich, was ich so außergewöhnlich finde? Den Gegurtenrückgang bei euch.

U: Eine gefährliche Tendenz,nicht wahr? Es gibt aber noch einen Grund, warum viele nicht heiraten wollen , weil sie Angst haben . Ich meine,vor der Scheidung , die kostet nämlich eine ganze Menge Geld.

W: Wer bezahlt die denn?

U: Der Mann, wenn er allein berufstätig ist . Und das ist ja meistens noch der Fall. Das ist in dem neuen Scheidungsgesetz geregelt, das vor zwei, drei Jahren verabschiedet worden ist . Der berufstätige Mann muss u.a. seine geschiedene Frau unterhalten bis sie einen Beruf hat und sich selbst ernähren kann, und den Kindern Geld geben, bis sie volljährig geworden sind.

W: Ohne zu unterscheiden , wer Schuld hat und wer nicht ? So was . Das gibt's aber nicht . Ich glaube nicht , dass dieses Gesetz lange in Kraft bleiben wird .

U: Weiss der Kuckuck. Jedenfalls kann man jetzt noch nichts daran ändern ,erst in 5 Jahren . Jedes Gesetz brauch wohl erst einmal 5 Jahre Praxis . Erst dann kann man darüber urteilen.
1) 如何开始大学的学习(1)

(L:李,一个中国大学生 ;W:王,李的同乡)
(王在一所德国的大学读了一年书。他正在和他的朋友李一起交谈大学的生活,李刚到德国不久)
 
L:您听我说,您来这儿已经一年了,给我讲点大学生生活的情况吧,这方面我差不多是一无所知。
 
W:这方面倒可以说很多,不过我自已也还不很熟悉情况。


L:算了吧,别那么谦虚了!快说吧!时间我们有的是。来,我们喝杯茶。什么东西给您的印象最深?


W:德国大学生具有自学的能力,这一点给我印象很深。一般说每一个学生得学两门课;一门主课,一门副课。选什么专业得自已拿主意。有大课,讨论课和讲座课。就连课型的选择也要独自进行,没有人帮忙。人们必须注意,要在自已选拔的大小课程中积够了及格证,以便取得参加考试的资格。


 
L:真够复杂的,这就是说,必须阶段考试及格了才能继续升入高一阶段学习,是这样吗?我觉得这样也对。总该有那么考试制度才行啊。所选专业要符合本人的兴趣和特长,这一点恐怕也是十分重要的。我谈得对吗?



W:对,对,完全正确。这也是事情的奥妙之处。很多人学了一个学期或者好几个学期公后不得不改变专业,因为他们一开始的决策是错误的。我认识一位女学生,她学了一年的英语,后来汪得不承认自已并没有学习外语的天才,继续学下去不会有多大的出息。现在她改学历史了。时间等于白白浪费了,而且学习劲头和她自信心自然也受到了挫伤。



L:当然是,了解自己的长处,这一点很重要。人们应学会正确地自已。

 
2) 如何开始大学的学习(2)

W:听大课没有什么考勤制度了。只要你高兴,那么你每次大课都可以逃学。有的时候看起来似乎没有人在关心学习上的制度。但是如果你想好好学的话,就必须留神各种通知,通知有时贴在大教室的门上,有时也贴在大厅里,你懂我说的意思吗?


 
L:听着有点糊涂。通知什么呢?
 
W:比方说通知什么时候举行谁的大课,什么时候,什么地点,哪一位开一个辅导课以及什么时候,什么地点搞一次笔头测验等等。有些人不注意这些通知,因为他们对待学习不很认真。他们弄不好不得重读一个学期。很简单就是因为他们的及格证加起来还不够。

 
L:你认为这一切是优点还是缺点?
 
W:我看两方面都有。大学生们用不着整天让人牵着手走,他们有独立工作的能力,这一点我觉得很好。另一方面,有时肯定导致束手无策,丧失勇气或悲观失望。人们互不关心,各管各的。有了问题,找不到人可以商量。这种情况确实不该存在下去。你看我又扯远了。

 
L:你启发我思考问题。这一切我都将亲身经历呢。在一个陌生的地方,要熟悉环境,还是要靠自已。

W:当然 ,别的办法是不行的。不过在开学之前先认识几个同学,这将对你有好处。否则一开始时可能连自己要去听课的教室都找不到。开学头一周我只顾东跑西跑找教室。特别有趣的是,有一次我和两个英国同学一块找我们讨论课的教室,找呀,找呀,等到我们最终找到了的时候,已经快要下课了(笑)。


 
L:天哪,您们真倒霉。

3) 大学入门注意事项(1)

L:环境变化,我肯定会觉得伤脑筋。

W:不过语言上的困难可能还要大些。

L:快别吓我了。我现在已经成为够自卑的了。
 
W:我不是要吓唬你,可是你想想,你的教授往讲台前一站,念他的讲稿,一念就是足足两小时,连头都不抬,也不休息一会儿。听众一边听一边还常常跟着读参考著作。就我这点本事,愿望再强烈也跟不上。有多少重要的东西我干脆听漏了,真是苦啊!



L:哎呀。你的德语比我强得多,你尚且这样。

W:胡说。你可能会比我强些,因为你的听力好啊。还有一件令人伤脑筋的事,那就是在教研室的图书馆查找书籍。


L:这是怎么回事?

W:哎呀我的老天爷。有一次为了找到一本想要的书,我花了整整一个下午的时间。当我费了劲,好不容易找着了放这类书的架子时,才发现书已不在架上。(借走了)你一定要参加一次有向导的图书馆参观活动,这样可以得到一个书籍分类排列的初步印象。人们总是要吃一次亏才长点见识。

 
L:谢谢你的提示。

4) 大学入门注意事项(2)

L:大学生们读书到底用功不用功?我是说,他们不是住得挺分散吗,有人住在私人家里,有人住在学生宿舍里,很少有联系。基本上是自己想干什么就干什么。

 
W:你说得对。混日子的情况是完全可能的,要嘛就玩玩乐乐,要嘛就只是浪费时间而做不出什么有意义的事情来。我认识这样的学生,他们上了八,九年的大学还没有通过国家考试。


L:这怎么回事?助学金不是只能拿五年吗?

W:是啊,嗨,不过这毕竟是少数人。我住的那层楼气氛相当好。人们精力比较集中。休息时到公共起居室来随便聊聊这事那事。久不久还出去玩玩,换换脑子。他们还约我出去滑过一次雪。大伙对我都挺亲热,在他们之中生活我感到很舒服。




 L:你的日子过得确实是非常不错的。怪不得你不但在学习上,而且在德语上也提高这么快。

5)第一堂大课

(L:李,一个中国大学生;E:埃卡特,李的德国同学。李在大厅里等着听第一个大课。他和埃卡特交谈起来。)

 L:今天是我来德国以来头一次听大课。

E:你激动吗?你不必这样激动。
 
L:我真的有点紧张。

E:离上课还有几分钟,来,我给你看点东西。(两人往一块公告牌走去)

 
L:这些都是通知,公告等东西。你来看这儿,这个缩写是什么意思?

 
E:哦,这个呀,这叫做同行机会。就是说,我有一辆小车,我在外出前找一个同伴,他没有车,但是愿意与我同行。这样我们两人共同分摊汽油费,对两人都很经济合算。

L:这很方便。这个小条儿上写着有车的人想到哪儿去,什么时候去。


E:以及他的详细住址和电话。
 
L:(自语)寻找一个同行机会。这儿是有人提供一个同行机会,有车的人提供一个同行机会。很有意思。


E:这和是出售广告。这个人他的电视机。这儿还有一个出售旧车的广告。你跟他们挂上钩吧。你要是运气好,可以用低价买着特别好的东西。



L:谢谢你,埃卡特。哦,教授来了。快,咱们快走吧!

6) 和贝阿特谈话(1)

(W:王,一个中国女大学生;B:贝阿特,王的宿舍邻居(女))
(下午五点左右。王叫贝阿特接电话。贝阿特穿着睡衣从屋里走出来。打完电话以后王和贝搭上话。)

W:但愿不是我把你叫醒的。

B:谢谢你,王。我反正也该起床了。
 
W:你身体不舒服了吗?

B:没有,我挺好的。只是打了个夜班。

W:哦,这样。你干临时工,在哪儿?
 
B:在一个诊所。你知道,我是学医的。诊所的这个位子是我不久以前刚弄到的。每星期值一天夜班,在内科病房,十一个小时。

 
W:真不错。你可以为自己挣点钱。而且这个活也有助天你的学习,对吧?

 
B:嗨,也不那么符合我的专业实际。主要的是我可以挣点零用钱。光靠那点助学金,有点太困窘了。

 
W:每一个大学生都干点零活儿吗?

B:不,这要看人家愿意不愿意,或者说需要不需要。很多人用不着干零活儿,因为他们的钱够用。有一些人是放假的时候打一点零工。我现在干的这活儿是固定的。我莶有一年的合同。


W:报酬怎么样?
 
B:每小时7马克。
 
W:就是说,每一次可以挣将近80马克,而且不用交税。


B:正是, 这是优点。
 
W:那可真美。不过第二天的课你就耽误了。

 B:星期二上午我没有课。可是现在我得加快速度了。六点钟开始上课。要不是这个电话,我也许要睡过了头。

W: 你应该买一个闹钟,贝阿特。

B:我有。这回是我忘记了上弦。

W:找个临时工作是不是很困难?

B:没有什么困难。只要有愿意,随时都可以去干活,餐馆,旅馆或者咖啡店打打零工,或者在一个货物转运站,可能性是很多的。当然,得先在职业介绍所报名申请。

W:昨天我从我的信箱里拿到一张启事。我们大学出版社的咖啡馆找两名临时工。

 
B:据我所知,这两个位子已经分出去了。

W:祝你上课愉快。回见,贝阿特。

7) 和贝阿特谈话(2)

(王和贝阿特一边做饭,一边聊天。她们谈起学医和行医的话题。)


W:你知道,我觉得您们怎么样吗?

B:不知道,怎么样呢?

W:我觉得您们简直是值得羡慕?

B:为什么恰好我们值得羡慕?

W:您们能够顺利地通过无情的“名额限制”您们确实是经过挑选而选中的学生。


B:嗨,什么呀, 对于那张高中毕业文凭你不可估计过高,那玩意儿常常是骗人的.另外,即使分数好也得等,我就是等了一年才上来的。


W:因为报名上大学的人数比大学里有的学习位子要多得多。不过不管怎么说,我觉得医生是一个不平常备的职业;他帮助人,拯救人的生命。注意,你的米饭扑出来了(溢锅)。
 
B:谢谢。等等。我把作料放进去(黄油、盐、葡萄干豌豆等)。现在弄好了。咱们再回到刚才的话题。有些人称医生是“穿白大褂的半神仙”我人这儿,医生挣钱可多了,尤其是牙医生。


W:你学哪一门专业,贝阿特?

B:精神病治疗学(神经科)。
 
W:这个专业有点神秘,至少对于我来说很神秘。您们这和对于神经科和心理学医生的需求量够大的。

B:你别急!您们早晚也还会经历这个时期。
 
W:你这样认为吗?

B:嘿,你的水开了!

W:谢谢,你的饭糊了。快关上电门。你没闻着吗?

B:闻着了,有这事儿!

W:这就是你们技术上的完美。速度快得使人不可相信,以致使人感到总是慌慌张张,忙忙碌碌。(笑)

8) 和贝阿特谈话 (3)

W:你学习情况怎么样?

B:凑合一般一般。现在我下准备阶段性考试。我得把我前四个学期所学的功课全复习一遍,也就是地地道道的临阵磨枪。

 
W:难怪你放了假还住有学生宿舍里。那么您们的评分制度又是怎么样呢?


B:所有要考的科目和起来。三百分是满分。得一百五十分就可及格。


W:如果得不到一百五十分呢?
 
B:那就没有通过考试呗。遗憾,到下一个学期补考。

 
W:制度还怪严的呢, 是吧?是不是所有的学生都可以参加阶段考试,不管他们平时用功不用功?

B:不行,不行,王。我们德国大学生可能有这么舒服,事先要完成一定的作业取得足够的及格证。只有拿得出足够数目及格证的人才有资格参加阶段考试。


W:那我又要夸你一句了,贝阿特。
 
B:夸我什么呀?
 
W:夸你顺利地取得了及格证。你一定是个学习优秀的学生。

 
B:谢谢,谁知道?天黑之前不能夸天好。不过说老实话,我觉得学习确实非常有意思。等等,这是盐吗?你不是已经撒过一次盐了吗?


W:是吗?哦,对了,可不是嘛。我真傻!你知道如果厨师把菜做得太咸人胶会说他会什么吗?

B:说他谈恋爱了?(搞对象了)

W:对,对。恋爱我倒是没谈。只是我太专心于和你聊天了。


9) 和贝阿特谈话 (4)

W:你觉得惊奇学医不难吗?

B:其实除了那些过分理论化的东西以外并不很难。你知道,我每星期去医院进行一种实习。耽误了的课程事后再补上。

 
W:这太好了。人们可以学习该如何护理病人。

B:不过我这个工作确实不容易,有些病非常可怕,症状有时非常个别。


W:这点我可以想象得出。不过我确信你几年之后一定会成为一位很出色的神经科医生。等咱们再见面的时候,你可别把鼻子翘到天上去,不理人哟!

 
B:你想到哪儿去了?你这是开玩笑吧。
 
W:开点玩笑也是必要的,你说呢?
 
B:好吧。现在让我们快点摆好咱们的饭桌吧,我的女士。

 
W:吃饭之聊聊天可以增进食欲,对消化有好处。我讲得对吗,医生?


10) 助学金和临时工

(L:李,一个中国大学生;E:埃卡特,李的朋友)
 
L:我有一个简单问题,埃卡特。

E:是什么?

L:你靠什么过日子?
 
E:我靠什么过日子?自然不会再依靠父母的腰包喽。

L:这已经很清楚了。你为此而自毫。我是说,你是不是得自已挣钱上学?

 
E:一部分要自已挣。我也象很多别人一样拿班做势国家的助学金。

 L:你说了个什么词儿?是不是一种助学金?
 
E:对,差不多就是助学金。这是一个词的缩写。全名叫做联邦教育促进法。这个词长得可怕,是吧?按照这条法律,在大学读书的人根据不同的情况得到国家的资助。

L:人人都有吗?还是有一定的条件?

E:有,有各种条件的限制,得提出申请。填写表格。父母的经济状况起重要作用。如果父母挣得较多,那子女就没有机会享受助学金了。


L:你拿多少?

E:每月580马克,这是最高的一等。

L:外加上你在外面干活挣的钱。
 
E:如果我有规律地每星期出去干一天的话,一个月还可以再挣300马克。

 
L:够用了吧?
 
E:我不能抱怨。我用干活挣来的钱曾经做过很愉快的假期旅行,也买过书籍。只要可能我还想多弄点钱。

 
L:你毕竟是学生,得学习呀。
 
E:谁说不是,问题就在这儿。每一分钱都是干活挣来的。来之不易呀。

 
L:你说得对。谢谢你的解释。

E:这根本不是什么简单问题。相反,铺子使我们俩互相之间更加喜欢了解。


11) 谈论友谊和爱情

(W:王,一个中国女大学生;U:乌丽,王的女友)
(王和乌丽交了朋友,她们在大学的一间公共起居室碰面了)


W:我说,告诉我, 那个常来玩的年青人是不是你的男朋友?

U:是的,他叫汉斯.彼得.你觉得他怎么样?

W:挺好的.您们相爱了吧?

U:我想,就说是吧.王,我们相互信任,互相帮助,你知道吧,这确确实实是我的初恋!我还从来没有跟另外一个人谈过恋爱。

 
W: 真的吗?你知道,我认识了一些年青人.他们十四、五岁就开始炎恋爱,谁知道得谈多少次恋爱才选中一个对象结婚。


U:本來也是。要有本領等待理想的對象。如果兩个人性格完全不一样,而结了婚,那是不会有好结果的。

W:这是对的。不过我还是要说一点,您们这儿的那种毫无限度的自由化我受不了,你懂我说的是什么意思吗?
 
U:懂,懂。我懂你的意思。我个人认为这一好看哦没有多少意思。我认为凡事总要有个分寸。任何一种形式的夸张都是有害的。我在同龄人中也许算是保守党的了。

 
W:不过我正好很欣赏你这一点。这不是保守不保守问题。具有一定程度的约束能力毕竟应该属于人类道德文明的内容。好吧,咱们回到原来的话题。汉斯。彼得不在这个城市上学吗?


U:不在。他在卡尔斯鲁厄。
 
W:您们不能天天见面,这多遗憾,您们大概挺想念的。


U:多少有一些,不过慢慢地就习惯了。人的习惯本来是可以变的。再说这样也有好处,各人都有更多时间可供自已支配,可以更加集中精力搞学习。


W:你说得完全正确。看你这么用功,肯定是因为这外原因。
 
U:平常努力学习了,等我们见面时不就可以痛痛快快地玩了嘛。而且我们都非常清楚地了解对方。也特别清楚地知道,每个人对于对方意味着什么。
 
W:怪不得您们这样相爱,您们两人的性格都很稳重(好脾气)...
 
U:你可别说。其实我们俩都是倔脾气,辩论起来谁也不让谁。好在我们都不记仇。吵完了就算了。王,你以这件事怎么看法?
 


W:我认为,人们应该忠实于爱情,谈恋爱不参象换衬衣那样朝三暮四。我也觉得惊奇在结婚之人们应该有所收敛(谨慎)双方都应该认真严肃地对待婚姻。

 
U:不过你知道吗,破坏夫妻的事在我们国爱也并不是受欢迎的。并不是所有的人都那么轻浮。

W:是呀,谢天谢地!

12) 谈论婚姻问题

W:您们国家有些人,他们相爱,也同居,十年,或者更长一些时间,就象夫妻一样,可就是不结婚,最起码不履行法律手续。
 
U:是的,这几乎快成为时髦的事情了。你知道 为什么吗?
 
W:因为他们害怕生孩子?

U:不,不。不是那么简单。没有结婚的人也可以生孩子,象结婚后生的孩子一样把他们抚养成人。
 
W:你知道什么事使我感到奇怪吗?您们国家的出生率下降。

 
U:这是一种危险的趋向,不是吗?人们不想结婚还有一个原因;很多人怕离婚,因为离婚要花很多的钱。


W:谁花钱呢?

U:如果只是男方有工作,那就是男方付钱。而多数情况仍然是男方有工作,女方没有工作。这是在一项两三年前制定的离婚法中规定的。有职业的男方得供养女方有了职业能养活自己为 止。男方还要抚养孩子直至孩子成年。


 
W:不问谁是谁非?有这种事?这可能吗?我想这项法律的效力长不了。

 
U:天晓得。反正现在还不能改。得五年以后。每一项法律需要五年的实用期,在这以后人们才能做出评价。
 
 

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