有关德国概况知识的情景会话

 

12 社会问题

1) Weisst du , wo ich gestern war?

(W: Wang, ein chinesischer Student; B: Burkhard , ein deutscher Student)
(Wang und Brukhard warten an der Haltstelle auf den nächsten Bus . Sie wollen heute im Schwarzwald wandern.)

W: Weisst du, wo ich gestern war?

B: Woher soll ich das wissen?

W: Rate mal!

B: Zu Hause in deiner Heimat ?

W: Das wäre wirklich eine Sache gewesen. Nein, ich war in einem euerer Gefängnnisse zu Besuch.

B: Du meine Güte! Ich dachte , du hättest etwas Interessanteres gemacht. Hast du was gesehen oder hat man euch nur potemkinsche Dörfer gezeigt?

W: Das wollte man eigentlich, aber es hat wohl nicht ganz geklappt . Ich habe einen angesprochen ,der wegen Rauschgift sitzt.

B: Wie war's? Bekannte er sich schuldig ? Oder habt ihr nur unter Aufsicht sprechen können?

W: Ich habe der Aufsicht gerade noch ausweichen können. Na ja, das Gespräch war nur ganz kurz.(Der Bus kommt . Die beiden Steigen ein und setzen sich hinten hin .)

B: Hier werden wir beim Plaudern weniger gestört.

W: Er sagte , es sei das 5.Mal, dass er sitzen muss. Aber er werde sofort nach der Entlassung weiter machen. Er ist süchtig und kann ohne Gift kaum noch leben.

B: Die meisten Rauschgiftssüchtigen sind Jugendliche, die sich von der Gesellschaft verlassen fühlen .Ihndn beibt nichts anderes übrig, als Rauschgift zu nehmen . Auch das ist von Amerika eingeführt.

W: Ach, diese grauenhafte Amerikanisierung !

B: Rauschgiftprobleme und Prostitution kommen oft in den wohlhabendsten Familien vor .

W: Aus höheren Schichten ?

B: Nicht unbedingt . Die Eltern sind jedenfalls reich und wollen noch reicher werden. Sie haben so viel mit ihrem Beruf zu tun, dass sie darüber ihre Kinder vernachlässigen . Um weniger Gewissensbisse zu haben, geben sie ihnen immer mehr Taschengeld.

W: Je mehr Geld die Kinder kriegen, desto verlassener fühlen sie sich.

B: Mit dem Geld entstehen dann Untugenden.

W: Für Eltern und Lehrer soll Alarm geschlagen werden . So geht 's nicht weiter Geld ist , doch nicht alles .

B: Genau. Manche Familien sind zwar sehr reich, aber auch sehr zerrüttet. Familienstreitigkeiten führen zu Verwahrlosung und Verwilderung der Kinder. Sie reissenvon zu Hause aus und landen schliesslich bei Rauschgift und Prostitution. Da hast du es wieder , bei uns glänzt vieles ,aber es ist nicht alles Gold ,was glänzt.

W: Ob das eigentlich eine zwangsläufige Begleiterscheinung dieser Gesellschaft ist ?

B: Pass auf ! Wir müssen aussteigen,sonst verplaudern wir noch die Haltestelle.


2) Prostitution

W: Weisst du, Burkhard. Ich habe etwas Merkwürdiges erlebt.

B: Schon wieder ?

W: Wirklich . Eine Frau hat uns auf der Strasse angesprochen .

B: Na und ?

W: Sicher eine Prostituierte.

B: Wieso? Wie sah sie denn aus ?

W: Sie war dick geschminkt und so auffallend angezogen. Stell dir bloss einmal vor , wie sie uns angeblickt hat !

B: Mit einem richtig trüben Blick oder?

W: Genau. Sie fragte uns :" Kommen Sie mit ?" Wir taten , als verstünden wir kein Wort Deutsch und gingen schnell weiter.

B: Das ist richtig. Weisst du, warum sie wahrscheinlich so einen matten Blick hatte?

W: Doch sicher von der Prostitution?

B: Das natürlich auch . Aber viele Prostituierte sind zu allem Überfluss noch frogen süchtig.

W: Ach so . Gibt es da denn irgend einen Zusammenhang ?

B: Ja, Rauschgift ist verflucht teuer und man kommt nur schwarz daran.

W: Woher hat man das Geld?

B: Eben, woher? Entweder es auf legale Weise etwas von zu Hause als Taschengeld, oder durch kriminelle Taten. Aber es reicht nie aus , weil die Sucht immer schlimmer wird . Die Endstation für Mädchen ist gewöhnlich die Prostitution.


W: Mein Gott, so eine Schande!

B: Es geht nicht um Liebe, sondern nur um käuflichen Sex. Ich habe neulich ein Buch gelesen."Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" . Es behandelt die beiden Probleme. Das möchte ich dir empfehlen.

W: Der Titel kommt mir bekannt vor.Ach ja . Das war eine Serie im " Stern".

B: Im Buch wird erzählt ,wie ein Mädchen , Christina,erst drogenabhängig , und dann zur Krimin alität und Prostitution wird . Nebenbei , das Buch bringt sehr viele Beispiele für den Jargon dieser Leute .Vielleicht interessiert das dich auch.Zum Beispiel: "Ich gehe anschaffen" statt "Ich gehe auf den Strich."

W: Warum ausgerechnet Kinder vom Bahnhof Zoo? Das ist doch der Hauptbahnhof von Westberlin.

B: Der Bahnhof ist ein Zentrum des Rauschgifthandels. Die Polizei hat deshalb en wachsames Auge darauf .

W: Suchen die Polizisten auch Drogenabhängigen?

B: Vor allem nach Drogenhändlern . Das Gift zerstört im übrigen sehr schnell die Gesundheit .

W: Ich hatte ja den Eindruck , dass die Frau leichenblass unter ihrer dicken Schminkschicht war.

W: Wollen denn die Leute keine Entziehungskur machen ?Sie müssen doch einsehen ,dass sie ihr eigenes Leben gefährden .

B: Viele wollen schon , aber es ist unheimlich schwer. Christina war vier -fünfmal in Heimen , auch bei Entzugstherapien hat es aber doch nicht geschafft.

W: Wie hoch ist denn die Zahl der Jugendlichen mit Drogen- problemen?

B: Allein in Westberlin sind es 50000.

W: Sind das die sogenannten Stadtstreicher?

B: Nein , darunter sind auch Haupt- und Realschüler oder Gymnaiasten, die zu Hause in sehr ungesunden Famolienverhaelt- nissen leben.

W: Das tut mir leid . Ich frage mich ,sind die Jugendlichen selber schuld? Ich denke an diese Frau . Wer ist denn schuld , wenn nicht sie selber ?

3) Gespräch mit einem Drogen abhängigen

(D: der Drogenabhängige;C: ein Chinese)

C: Guten Tag !Störe ich, wenn ich ein paar Fragen an Sie stelle?

D: Nein, wenn Sie wollen , bitte schöln !

C: Wie alt sind Sie ?

D: 19

C: Seit wann nehmen Sie Rauschgift? (od. Seit wann sind Sie abhängig?)

D: Seit drei Jahren .

C: War es anfangs schon schlimm ?

D: Gar nicht schlimm .Da wollte ich aus Neugier nur mal probieren . Aber dann......

C: Dann nahm die Sucht wohl allmählich zu.

D: ( ein bitteres Lächeln )

C: Haben sich Ihre Eltern denn nicht eingemischt?

D: Nein , sie wussten nichts davon.

C: Wieso? Hatten sie keine Zeit?

D: Das auch . Sie hatten aber auch selbst Probleme genug.

C: Sind Sie jetzt wirklich entschlossen, die Sucht loszuwerden ?

D: Nein , warum eigentlich?

C: Sie sollten aber wissen , dass es sehr gefährlich ist . Sie müssen damit aufhören ,bevor es zu spät ist .

D: Das weiss ich . Aber es ist jetzt schon zu spät.

C: Wie meinen Sie das ?

D: Ich war beim Arzt. Er sagte , ich könnte nicht mehr lange leben sei es mit Gift (mit oder ohne Gift).

C: Nein ! Das kann doch nicht sein ! Sie tun mir sehr leid.

4) Bettler(1)

(L: ein chinesischer Student; D: Dirk , ein deutscher Bekannter von Li; B: Bettler)
(Dirk führt eine chinesische Gruppe durch die Innenstadt und erklärt hier und da etwas . Vor dem Eingang des Geschäftes"Birka"bleibt einer von der Gruppe stehen , weil er sieht , dass ein älterer Mann auf dem Boden sitzt und um eine milde Gabe bittet.)

L: Du , schau mal, da sitzt jemand. Ist das ein Bettler?

D: Kann sein .

L: Gibt es bei euch auch Bettler?

D: Und ob ! Allerdings verstehen wir etwas anderes darunter als ihr.

L: Was meinst du damit ?

D: Diese Leute bekommen vom Staat eine Hilfe . Sie brauchen nicht zuhungern und zu frieren.

L: Das ist die Sozialhilfe. Was bekommt er denn genau?

D: Das weiss ich leider nicht. Aber hör mal , wenn du Lust hast ,kannst du ja mit dem Mann einmal selbst sprechen.

L: Das wäre schön . Aber du solltest mir dabei helfen.

5) Bettler (2)

(Der ältere Mann hat ein gelbes Tuch um den linken Arm um . Vor ihm liegt eine umgedrehte Mütze für die kleinen Münzen etc.)

L: Guten Tag . Darf ich ein paar Fragen an Sie stellen ?

B: Bitte schön.

L: Wir sind Chinesen und studieren zur Zeit in Berlin.Warum sitzen Sie hier ? Muss das so sein ?

B: Schauen Sie , da ist mein Invalidenausweis (er zieht ihn aus der Brusttasche hervor ).Ich bin zu 98% blind und völlig arbeitsunfähig.

L: Tut mir leid .Aber Sie bekommen doch sicher Geld vom Staat?

B: Ja , Geld, zu viel zum Sterben ,zu wenig zum Leben.

L: Können Sie mir sagen , wieviel?

B: 9.10 Mark pro Tag, für mich und meine Familie.

L: Haben Sie eine große Familie?

B: Nein, nicht mehr Zuerst starb meine Frau , dann wurde ich blind. Das war einfach zu viel.

L: Tut mir leid . Ich hätte nicht danach fragen sollen, Betteln Sie aus Protest oder hilft Ihnen das wirklich?

B: Ich möchte nicht protestieren (Inzwischen stehen mehrere Fußgänger herum . Manche haben etwas mitbekommen vom Gespräch und werfen Münzen in die Mütze. Li tut das auch)

L: Dürfen wir eine Aufnahme von Ihnen machen? Ich danke Ihnen . Alles Gute! Auf Wiedersehen!

6) Stadtstreicher (1)

(D: Dirk; C: Chinesen; J: ein Jugendlicher )
(Dirk führt die Gruppe weiter in der Stadt herum. Die Leute sind an dem Bahnhof Zoo angekommen und möchten hineingehen.)

D: (leise) Schaut mal die jungen Leute da!

C1: Die amüsieren sich draußen. Warum gehen sie nicht in ein Lokel oder so? Sie scheinen arbeitslos zu sein.

D: Das sind Stadtstreicher. Ist das euch ein Begriff?

C1: Leute. Die keine Arbeit und auch keinen festen Wohnsitz haben.

D: Genau. Die meisten sind Jugendliche. Sie haben Probleme und sind aus dem Elternhaus ausgerissen.

C2: Gehen wir lieber hier weg. Nicht , dass sie auf uns zukommen und uns was antun.

D: Nein . Du brauchst keine Angst zu haben. Die sind nicht böse , sondern unheimlich nett , wenn der andere nett zu ihnen ist.

C2: Du sagtest, die Leute haben keinen festen Wohnsitz.Das gibt 's doch nicht . Wo schlafen sie denn ?

D: Das ist ein Problem . Sie wollten nicht mehr zurück zu ihren Eltern . Ein Lied von Udo Lindenberg beschreibt das:"...er schlief auf harten Parkbänken und auf weichen Wasserbetten."


C1; Oh je . Ist das Leben schwer. Sie leben nur von ein paar Mark Sozialhilfe.

D: Ja , sie sind also Sozialhilfeempfänger. Materielle Schwierigkeiten, das ist schon schlimm genug. Aber noch schlimmer ist es , dass sie unter Depressionen und Hoffnungslosigkeit leiden . Nochmals dieses Lied:"Er spürte, dass er irgendwie auf der Suche war,doch was er eigentlich wollte, das war ihm nicht klar..."

C1: Sie sind mit der Realität nicht zufrieden und wissen nicht zufrieden und wissen nicht , was sie mit sich anfangen sollen .

D: So kommt es zu Alkoholismus , Drogenproblemen und Kriminalität .

C1: Hat eure Regierung Maßnahmen getroffen um diese Leute wieder in die Gesellschaft zu integrieren?

D: Ja , eine Reihe . In Berlin beispielsweise hat der Senat einmal befür wortet, dass diesen Jugendlichen ein leerstehendes Krankenhaus das außer Betrieb war ,zugewiesen werden sollte , um eine Gemeinschaft zu gründen.

C1: Das nennt sich wohl die Resozialisierung der Stadtstreicher , oder?

C2: Dürfen wir diese Leute mal fotografieren?

D: Moment ,immer mit Erlaubnis. Lass mich mal fragen.(Dirk geht auf die jungen Leute zu ) Tag. Hier sind zwei chinesische Gäste. Sie möchten gerne mit euch zusammen ein Foto machen. Ist das euch recht?

J: Na ja. Geknipst werden, das kostet aber etwas . Wir lassen uns nicht umsonst fotografieren.

D: Unsinn . Also Entschuldigung .(kommt zurück). Nein, es geht nicht . Die lieben Leute haben schon einen in der Krone. Lieber lassen wir's.

C1 und C2: Schönen Dank für deine Erklärung . Dirk.

7) Stadtstreicher(2)

D: Nun , ich habe euch nur Schattenseiten unserer Gesellschaft vorgeführt. Nicht , dass sich bei euch jetzt ein einseitiger Eindruck festsetzt.

C1: Nein , nur keine Angst. Wir setzen den Computer( zeigt auf seinen Kopf ) in Bewegung, der analysieren kann.

C2: Jedes Land hat neben Errungenschaften Probleme . Das ist selbstverständlich. Ich möchte eure gesellschaftlichen Probleme gar nicht übertreiben.

D: Als ich bei euch war, habe ich auch überall her umschauen können. So habe ich Land und Leute besser kennengelernt. Ich finde , es hat keinen Zweck , nur Schokoladenseiten zu zeigen.

C1: Besucher sind doch keine Dummköpfe.

D: Eben . Hat euer Computer schon genug eingespeichert?

C1C2: Ja , schon recht viel. Er muss erst mal die Daten verarbeiten.

8) Über die "FKK"

( W: Wang, eine Chinesin; U: Ulli, Wangs Freundin)

U: Du bist schon längere Zeit bei uns . Wie gefällt es dir hier in unserer Stadt oder in Deutschland überhaupt?

W: Bald ein Jahr. Eigentlich gefällt es mir recht gut bis auf einige Dinge , die ich nicht begreifen kann.

U: Wirklich ?Die interessieren mich. Ein bisschen kritisch sollte man schon sein.

W: Um direkt zur Sache zu kommen , bei euch ist eine Anzahl von Frauen auch wenn es ein kleiner Teil ist , die sind falsch emanzipiert ,Sie verwechseln Nacktheit mit Emanzipation, sie wissen nicht , wie sehr ihre Würde als Frau darunter leidet.

U: Ach so. Meinst du die sogenannte FKK, die Freikörperkultur?

W: Unter anderem aber auch nackte Bilder in Inseraten, auf Titelseiten oder in Film- und Fernsehprogrammen. In Nachtlokalen zeigen Frauen stolz ihren nachten Busen . Soll denn das Emanzipation heissen?

U: Tut mir leid. Das ist auch ein viel diskutiertes Thema bei uns . Aber du mußt wissen , dass sie damit nur Geld verdienen wollen .

W: Das ist aber doch gerade die Tragödie. Die Frauen sehen nicht ein , dass sie wie Waren oder wie Spielzeuge behandelt wer den. Sie brüsten sich sogarnoch damit.

U: Hör mal , Wang, nimm es nicht so ernst. Schliesslich ist das nur eine kleine Anzahl.

W: Ich weiss. Aber sie tun mir richtig leid . Ich muss immer daran denken , wenn ich solche Szenen vor Augen habe.


9) Über die Schönheitspflege

U: Aber du , wenn ich nachhaken darf, hältst du es denn auch für überflüssig, dass sich Frauen ein bisschen zurechtmachen?

W: Nein , liebe Ulli, nicht im geringsten . Im Gegenteil, mit gefällt es. Es gehört mit zum Leben. Schönheitsgefühl ist sicherlich ein Ausdruck für Zivilisation. Du zum Beispiel bist hübsch und kannst dich sehr attraktiv machen , nicht wahr , Ulli?(Lachen).

U: Du mit deinen Witzen. Du bist doch auch ganz niedlich. oder ?

W: Ich ? Du stellst mich aber weit in den Schatten. Du , was ich noch sagen wollte...Ach ja, ich glaube ,ein bißchen Schminken und Make-up aus festlichem Anlass , dagegen ist nichts einzuwenden. Aber echte, natürliche Schönheit ist sehr viel mehr wert . Jugend und Schönheit kommen aus dem Herzen . Die richtige Lebenseinstellung ist entscheidend.

U: Ich habe nicht gewußt , dass du eine große Philosophin bist . Alle Achtung !

W: Ehrlich! Bist du den nicht dieser Meinung ?Es gehört wirklich zu meiner Lebensanschauung. Vernünftig und gesund leben weise leben, so etwas macht jung und schön.

U: Ich verstehe dich ja. Du bist doch auch dagegen, dass man schlampig herumläuft . Und du bist mit einer einheitlichen Kleidung in gleichem Schnitt und gleicher Farbe sicher auch nicht einverstanden?

W: Oh nein , und auch nicht damit , dass man die Figur unter einem trostlos dunklen und weiten Schnitt versteckt. Wozu auch ? Was soll das alles ? Wir sind keine Mönche. Ich bin nicht für Extreme. Denn, wenn etwas zu weit geht ,verkehrt es sich bald wieder ins Gegenteil . Das ist die Logik des Lebens. Bist du nicht dieser Meinung .

U: Du hast recht. Bei dir kann man wirklich lernen, wie man den Dingen auf den Grund geht.oij
1) 你知道我昨天上哪儿去了?

(W:王,一个中国大学生;B:布尔克哈特,一个德国大学生)
(王和布尔克哈特在汽车站等下一辆车。他们俩今天想到黑森林去郊游。)


W:你知道我昨天上哪儿了?

B:我上哪儿知道这个呀?

W:猜猜看!

B:回你的家乡了?

W:要是真回家了那倒挺好。不,我参观了一个您们国家的监狱。


B:我的老天!我当你干了点什么更有趣的事儿。你看到了点什么了吗?或者人们只给你看冠冕堂皇的东西吧?
 
W:他们倒想这样安排,但是没能完全做到。我跟一个因吸毒而坐牢的人谈了话。

 
B:怎么样?他承认他的不对吗?或者您们的谈话只是在别人的监视之下才能进行的?

W:我恰好避开了监视。当然罗,谈话只是很短。(车来了。二人上了车,坐有后面。)


B:在这儿聊天方便些,干扰少一些。

W:他说,这是他第五次坐牢。等他一出狱他还要继续吸。他已经上了瘾,没有毒品他几乎无法生活。

B:大多数吸毒者是年青人。他们感到被社会遗弃,没有别的出路,只好吸毒。连吸毒也是从美国传来的。


W:哎呀,您们的美国化实在可怕!

B:吸毒和卖淫多发生在富裕家庭。


W:来自上层社会吗?

B:不一定是上层社会。反正父母很阔而且想越来越阔,他们忙于他们自已的职业以致于疏忽了对孩子的教育。为了弥补一下良心上的谴责,他们就一个劲地多给孩子们零用钱。


W:孩子们得的钱越多,就越发感到自已被遗弃了。
 
B:一有钱他们就去干各种各样的坏事。

W:要给家长和老师们敲起警钟,这样下去不行,金钱并不是万能的。


B:一点也不错。有些家庭虽然很阔气,但是家庭关系破裂了,由于家里闹纠纷,孩子得不到照搬顾变得很野。孩子们脱离了这样的家庭,最后起上了吸毒和卖淫的邪路。又是你说过的,我们这儿有很多多东西闪光,但是闪光的并不都是金子。



W: 不知这是不是这个社会的一个必然现象。
 

B:注意!我们得下车了,要不还得因为聊天而坐过了站呢。、


2) 卖淫

W:我告诉你,布尔克哈特,我遇到了一件特别奇怪的事情。
 
B:以是什么奇怪的事?

W:真的。有一个女的在街上给我们搭上话了。
 
B: 那又怎么!

W:肯定是个妓女。

B:为个么?她外表又怎么样?

W:她脸上化了浓装,穿着十分显眼。你想象一下她是怎样看着我们的。

 
B:眼神非常疲惫,是吧?

W:没错。她问我们,“你跟我来吗?”我们装做一句德语也听不懂,赶紧走开了。


B: 您们做对了。你知道她的目光为什么无神吧?


W:显然是由于卖淫喽?

B:这当然也是一方面。不过很多卖淫的人同时又有吸毒瘾。


W:哦。这里面难道有什么内在联系吗?
 
B:是的。毒品贵得要死而且必须由黑市才能搞到。

W:钱哪儿来呢?

B:是啊,钱从哪儿来?要嘛通过合法方式从家里弄来点零用钱要嘛就通过刑事作案。可是钱是不会够的,因为毒瘾越来越大。对女孩子来说最后一条路就是出卖肉体。


W:我的上帝,多么耻辱的事!

B:谈不上爱情,而仅仅是出卖肉体。我最近看过一本书叫做“我们动物园火车站的孩子们“。写的就是这两个问题。我建议你看看这本书。


W:书名听起来挺熟悉。哦,对了。你曾经在“星报“上连载过。

B:这本书写的是一个名叫克利斯蒂娜的姑娘是如何先染上吸毒的恶习,后来又如何犯刑事罪以及卖淫的。顺便告诉你,这本书里写了很多 这些人说的行话。也许你对这点也感兴趣。比方说:不说“我去接客“,而说”我去弄 点钱“。


W:为什么恰恰是动物园火车站的孩子们呢?这不就是西柏林的火车总站吗?


B:这个车站是毒品交易的中心。因为警察局总是盯着这个地方。


W:警察追捕吸毒的人吗?

B:抓的主要是毒贩子。另外一点,毒品可以很快地把身体搞垮。
 

W:怪不得当时给我的印象是,那个女的脸色象死人一样苍白,尽管涂上了厚厚一层脂粉也不管用。
 
W:这些人难道不想戒毒吗?可是他们必须认识到,他们在威胁着自身的生命。


B:很多人想倒是想戒。但是戒毒是一件非常困难的事情。克里斯蒂娜曾经四五交进教养院,也接受戒毒治疗,但是总是不成。

W:你知道有多少青年人有吸毒问题?

B:单单是西柏林就有五万人。

W:他们都是所谓城市的无业游民吗?
 
B:不全是,其中也有中学生或者高中生,这些孩子的家庭环境都十分不正常。


W:这真使我遗憾。我常想,是这些青年人自己的过错吗?我又想起这个女的了。如果不是她的过错,究竟是谁的过错呢?

3) 和一个吸毒者的谈话

(D:吸毒者;C:中国人)

C:您好!向您提几个问题,这妨碍您吗?
 
D:没什么,您想问,就请吧!

C:您多大了?

D: 19.

C:您从什么时候开始吸毒?(或:您从什么时候上的瘾?)

D:三年了。

C:一开始就很严重吗?

D:那时候一点也不严重。那会儿我只是出于好奇心想尝一尝。可是后来...

C:后来就越来越有瘾了。

D:(苦笑)

C:您的父母难道没有干预吗?

D:没有。他们那时不知道这事。

C:为什么?难道他们没有工夫吗?

D:也是没时间。他们自己的问题就够多了。
 
C:这一回您下决心戒毒了吗?

D: 没有。为什么要戒呢?

C:可是您应该明白,这太危险了。您必须停止吸毒,现在还不太晚。

 
D:这个我知道得很清楚,然而已经太晚了。

C:怎么说?

D:我找过大夫。大夫说,我不会活多久了,吸不吸毒都一样。


C:不会的!这怎么可能呢?我实在太为您遗憾了。

4) 乞丐(1)

(L:一个中国大学生;D:迪克,李的一位德国朋友;B:乞丐)
(迪克带着几个中国人在市里游逛。有时他做一些介绍。在“比尔卡“商店的门前一位中国人站住了,因为他看见一个上了年纪的老者坐在地上乞求一点施舍。)



L: 我说。您看看,那儿坐着一个人,这是乞丐吗?

D: 可能吧。

L: 您们这儿也有乞丐?

D: 多的是!不过概念和您们国家的不一样罢了。
 
L:你指的是什么?

D:他们得到国家的救济。他们不致于挨饿受冻。


L:这叫做社会救济金吧?他能拿到多少钱?

D:这个我可不知道。不过我说,你要是有兴趣的话,不妨跟这个人谈谈。


L:好啊。你要帮我一下。

5) 乞丐(2)

(这位老者左臂上戴着一个黄布条,在他面前反放着一个帽子好接受硬币等)


L:您好。我可以向你提几个问题吗?

B:请吧。

L:我们是中国人,眼下在柏林上学。您为什么坐在这儿啊?难道您非这样做不可吗?

B:请看这是我的残废证书(他从上衣兜里掏出证件)我是98%的盲人,完全丧失了工作能力。

L:抱歉。可是您肯定拿到了国家的救济吧?

B:是的,救济。这钱为了死太多,为了生活则太少。

L:您能告诉我,是多少钱吗?

B:每天9.1马克, 还要养活我的一家。

L:您的家口大吗?

B:不大。现在已经不大了。先是我爱人去世,然后我双目失明。这一切对我简直打击太大了。

L:对不起。我不该问您这个。您在这儿乞讨是出自抗议呢,还是乞讨真能帮助您?

B:我不想抗议。(这期间不少行人围过来,有些人听见了一点谈话的内容,他们往帽子里扔钱。李也扔了)。


L:我们可以给您照一张相吗?谢谢您,祝您一切好!再见!


6) 城市的流浪汉(1)

(D:迪克;C:中国人;J:一个青年)
(迪克带着中国人继续在城里参观。大伙来到动物园火车站,正想走进去。)


D:(轻声)快看那边的一群年青人!

C1:他们在街上娱乐,为什么不去酒店或者什么地方去?他们看来象是失业了。

 
D:他们是城市的无业游民,这个概念您们熟悉吗?

C1:就是既无工作又没有固定住所的人。

D:对。多数的青年人,他们跟家里有了矛盾,就从父母的家里逃了出来。

 
C2:我们还是离开这儿吧。可别等他们过来对我们干点什么坏事。


D:不会的。不用害怕,他们并不坏。相反只要别人对他们好,他们就特别好。


C2:你说的这些人没有住处。有这样的事吗?那他们睡在哪儿?


D:这是个问题。他们不愿意再回到父母家里。乌德。林顿贝克的一首歌里唱道:“...他睡在公园里硬邦邦的板凳上,他睡在柔软的水床上。“



C1:哎呀,生活多么难,他们就靠那几个马克的救济金渡日。

D:是的,他们是吃救济的人。物质上的困难,这已经够糟糕的了。可是更糟的是他们精神消沉,失去希望。再引一次这只歌里唱的:“他觉得他在寻求着什么,然而究竟是什么,他自己也不清楚...


 C1:他们对现实不满,但是又不知道自己该怎么办。


D:就这样出现了酗酒,吸毒或者刑事犯罪。

C1:您们的政府采取过什么措施,将这些人重新纳入社会之中吗?

 
D:是的,采取了一系列措施。比方说西柏林市政府曾一度支持年青人占住了一所医院,这所医院已经停办,年青人住进去建立了一个集体。


C1:这是不是就叫做流浪汉的重新社会化?
 
C2:我们可以给这些人照一张相吗?

D:慢点,得经过允许。让我去问问看(迪克向他们走去)您们好。这儿有两位中国客人,他们很想和你们一起照一张相,您们觉得合适吗?


J:嗯 ,可以倒是可以,快门一板,得有点报酬吧?我们可不让白照了。


D:别瞎说。好吧,对不起。(走回来)不行。这帮人可能已经有点喝醉了,还是算了吧。

C1和C2:谢谢您,迪克,给我们讲了好些情况。

7) 城市流浪汉(2)

D:我给你们光看了我们社会的阴暗面。您们可不要形成一个片面的印象啊。


C1:不会的,放心吧,(指指头)我们开动这个会分析的电子计算机。


C2:每个国家除了取得了成就之外都柏林还有问题。这是完全可以理解的。我根本不想夸大你们国家的社会问题。

 D:我在中国的时候 ,也有可能到处游逛。这样我更进一步地了解了人民和国家(风土人情)。我觉得光给人看冠冕堂皇的东西没有意思。


C1:参观的人又不是傻瓜。

D:说的就是。你们的电子计算机已经储存够了数据了吗?

C1C2:是的。已经相当多了,现在该加加工了。

8) 关于“裸体文化”

(W:王,一个中国女士;U:乌丽,王的女友)

U:你在我们这儿时间已经不短了。你喜欢我们的城市,或者说整个德国吗?


W:我来这儿快一年了。我觉得这挺好,除了有些事情我不能理解以外。


U:真的吗?什么事情不能理解?我挺想知道的。应该多少年有点批判的眼光。
 
W:咱们开门见山吧。我们国家有些妇女,虽然为数很少 ,她们错误报地理解了解放,她们把裸体和解放混为一谈,却不知道他们的人格在裸体之中受到了损害。

 
U:噢,你说的是所谓裸体文化。

W:除此之外还有裸体照片,登在广告里,杂志封面上或者电影和电视节目里,在夜总会里,女人们自豪地敞胸露怀。难道这叫做为女姓的解放吗?


U:抱歉,这个问题在我们这儿讨论得也很多。不过你要知道,她们只是想用这种方式挣钱。

W:我说这恰恰就是悲剧所在。妇女们没有认识到,人们象对待商品和者玩具一样对待她们。她们不以为耻,反以为荣。


U:听我说,王,别看得这么认真了。这些毕竟只是妇女中的极小的一部分。

 
W:这我知道。但我实在为她们而遗憾。我眼前出现这样的情况我就不能不想。



9) 谈论美容

U:可是我说,如果我们追问一句的话,难道你认为妇女稍微打扮一下,爱美,这也是多余的吗?

W:不,亲爱的乌丽,我丝毫不认为这是多余。相反,这一点正是我喜欢的。这本来是生活的一个部分。美感无疑是文明的一个表现。比方说你吧,乌丽,你挺漂亮,善于把自己打扮得很迷人,是吗(笑)?


U:瞧你,总是忘不了开玩笑。你不是也挺美吗,嗯?

W:我?和你比大大地相形见拙。我还想说的是...哦,对了,我觉得碰上节日,多少化化装,打扮打扮介无可非议的。可是真正的,自然的美更加可贵。青春和美丽来自一个人的美好的心灵。正确的人生观是关键。



U:我原来不知道,你还是一个伟大的哲学家呀,佩服!

W:我说正经的,难道你不同意我的看法吗?这确实是我人生观的一部分。理智地、健康地、智慧地生活。这样的生活使人永葆青春和美貌。

 
U:我明白你的意思,你也反对不修边幅的样子。你肯定也不会同意大家都穿一致的衣服,一致的式样,一致的颜色。


W:当然 不同意。而且我也不同意把妇女的身材隐藏有使人不愉快的深色宽大的衣服之下。为什么要这样?何必呢?我们又不是和尚。我不主张走极端。凡事只要做过了头,必然要走向反面。这就是生活的哲学。你也同意我的看法吗?



U:你说得对。和你在一起可以学习如何分析事物。
 
 

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